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Wie Schnell Wirkt Diclofenac?

Wie Schnell Wirkt Diclofenac
Wie schnell wirkt Paracetamol? – Es gilt als das schwächste Schmerzmittel. Die maximale Wirkkonzentration ist nach 60 Minuten erreicht. Die Halbwertszeit beträgt eine Stunde. Fiebrige Kinder bekommen Paracetamol gern als Zäpfchen verabreicht. So wird eine Bioverfügbarkeit von bis zu 90 Prozent erreicht, mit der höchsten Konzentration nach drei bis vier Stunden.

Wie lange braucht Diclofenac bis es wirkt?

Pharmakokinetik –

  • Nach oraler Applikation wird Diclofenac vollständig resorbiert.
  • Maximale Plasmaspiegel werden sind abhängig von der Dauer der Magenpassage (1 bis 16 Stunden), werden im Mittel aber nach 2 bis 3 Stunden erreicht.
  • Nach i.m. Applikation werden maximale Plasmaspiegel nach 10 bis 20 Minuten, nach rektaler Gabe nach ca.30 Minuten erreicht.
  • Oral zugeführtes Diclofenac unterliegt einem deutlichen First-Pass-Effekt.
  • Nur 35 bis 70 Prozent des resorbierten Wirkstoffs erreichen unverändert die posthepatische Zirkulation.
  • Etwa 30 Prozent des Wirkstoffs werden metabolisiert in den Fäzes ausgeschieden. Etwa 70 Prozent werden nach hepatischer Hydroxylierung und Konjugation als pharmakologisch unwirksame Metaboliten renal eliminiert.
  • Weitgehend unabhängig von der Leber- und Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit ca.2 Stunden.
  • Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 99 Prozent.

Bei welchen Schmerzen hilft Diclofenac?

Einsatzgebiete: Wofür wird Diclofenac typischerweise angewendet? – Diclofenac lindert Schmerzen, Entzündungen und Fieber, Zu den typischen Anwendungsgebieten des Wirkstoffs zählen akute und chronische Gelenkentzündungen, Rheuma sowie Sportverletzungen. Auch bei Erkältung, zum Beispiel wenn die Nasennebenhöhlen entzündet sind, hilft Diclofenac. Außerdem bei Schmerzen während der Monatsblutung.

Wann wirkt Diclofenac nicht?

Gibt es Anwendungsbeschränkungen von Diclofenac? – Diclofenac darf u.a. nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen andere NSAID, bei Blutungen oder bei der Neigung zu Blutungen, bei Bluthochdruck, bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei Atemwegserkrankungen, bei Heuschnupfen, oder direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen angewendet werden.

Ist Diclofenac 75 ein starkes Schmerzmittel?

Alle NetDoktor.de-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft. Diclofenac gehört zu den nicht-steroidalen Entzündungshemmern und wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt. Das Schmerzmittel ist in zahlreichen Medikamenten enthalten (meist als Natrium-Salz) und gilt allgemein als gut verträglich.

Was ist stärker Diclofenac oder Ibuprofen?

Saure antipyretische Analgetika – Saure antipyretische Analgetika, die auch als nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden, wirken über eine unselektive Hemmung der Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme wandeln ihre Substrate unter anderem in Prostaglandine und Thromboxane um.

Tab.1: Unerwünschte Wirkungen von Ibuprofen, Diclofenac und ASS in analgetischer Dosierung

unerwünschte Wirkung Ursache
gastrointestinale Beschwerden (wie Übelkeit, Sodbrennen), Rezidivulzera, Mikroblutungen COX-Hemmung → Bildung von PGE 2 und PGI 2 ↓, lokale Schleimhautschädigung 1
Überempfindlichkeitsreaktionen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Auslösen von Asthmaanfällen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Blutungszeit ↑ COX-Hemmung → Thromboxan-A 2 -Synthese 2 ↓
Nierenschäden 3 COX-Hemmung
kardiovaskuläre Komplikationen COX-Hemmung
vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus botalli COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Uterusmotilität ↓ COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Serumtransaminasen ↑
1 verstärkt bei ASS; 2 in analgetischer Dosierung vor allem bei ASS relevant; 3 bei chronischem Gebrauch

Kontraindiziert sind die Substanzen dieser Gruppe bei

Magen-Darm-Ulzera (auch in der Anamnese), Asthma bronchiale, schwerer Leber- und Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, hämorrhagischer Diäthese sowie im dritten Trimenon einer Schwangerschaft.

Chemisch handelt es sich unter anderem um Salicylate, Proprion- und Essigsäure-Derivate. Im Organismus sind sie zu 99% an Plasmaproteine gebunden. Die gute antiphlogistische Wirkung soll auf der Fähigkeit des proteingebundenen Arzneistoffs beruhen, sich im entzündeten und damit sauren Gewebe anreichern zu können.

  1. Ob das saure Milieu im entzündeten Gewebe dazu beiträgt, den Anteil von proteingebundenem und damit pharmakologisch aktivem Wirkstoff zu erhöhen, ist ungeklärt.
  2. Die Hypothese, dass die Anreicherung auf einem im Sauren vergleichsweise höheren Anteil an nicht dissoziiertem, membrangängigem Arzneistoff basiert, der in der Lage ist, in die Zelle und somit an den Wirkort zu gelangen, konnte experimentell nie belegt werden.

Zumindest die Tatsache, dass die nicht-sauren selektiven COX-2-Hemmer ebenfalls antiphlogistisch wirken, spricht gegen diese Hypothese, Acetylsalicylsäure (ASS) ASS wird bei Zahnschmerzen bzw. nach kieferchirurgischen Eingriffen zur Analgesie nicht empfohlen (siehe auch Interview).

  1. Bereits durch einmalige Gabe wird durch die COX-Hemmung die Synthese von Thromboxan A 2 in den Thrombozyten vermindert und somit deren Aggregation gehemmt.
  2. Da die COX-Inhibition durch ASS im Gegensatz zur Hemmung durch Diclofenac oder Ibuprofen irreversibel ist und die kernlosen Thrombozyten nicht zur Proteinbiosynthese befähigt sind, hält der Effekt und somit die erhöhte Blutungsneigung mehrere Tage an, solange bis neue Thrombozyten ausgereift sind.

Zumindest nach kieferchirurgischen Eingriffen hat eine verlängerte Blutungszeit nur unter ASS eine ­klinische Relevanz. Ibuprofen Ibuprofen ist die nach kieferchirurgischen Eingriffen am häufigsten verschriebene Substanz und auch für die Behandlung von Zahnschmerzen gut geeignet.

Ibuprofen wirkt stärker analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch als vergleichbare Dosen ASS. Epidemiologischen Untersuchungen zufolge hat Ibuprofen von allen NSAR das geringste relative Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen. Laut der Datenbank Embryotox ist Ibuprofen das NSAR der Wahl in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit.

In der Selbstmedikation steht Ibuprofen in Dosierungen von 200 oder 400 mg zu Verfügung, die maximale Tagesdosis beträgt 1,2 g. Das Dosierungsintervall sollte sechs Stunden nicht unterschreiten. Ist ein besonders schneller Wirkeintritt gewünscht, kann auf das DL-Lysin-Salz zurückgegriffen werden.683,47 mg Ibuprofen-Lysinat entsprechen hier 400 mg Ibuprofen.

  • Die Anwendung in der Selbstmedikation ist laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt.
  • Auf ärztliche Verschreibung beträgt die maximale Einzeldosis 800 mg, die maximale Tagesdosis 2,4 g.
  • Diclofenac Laut einer Erhebung eines Internetportals, bei der über 700 Patienten zu ihren Analgetika-Verordnungen nach Weisheitszahnextraktion befragt wurden, wird Diclofenac in dieser Indikation nur sehr selten verordnet (2%),

Medizinische Gründe dafür gibt es nicht. Eher im Gegenteil: Diclofenac wirkt im Vergleich zu Ibuprofen in vergleichbarer Dosierung stärker analgetisch. Auch die Leitlinie erachtet die Substanz im Mund-Kiefer-chirurgischen Bereich als geeignet, Diclofenac kann als Analgetikum in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft verwendet werden.

  1. Besser erprobt ist jedoch Ibuprofen.
  2. Letzteres ist wie schon erwähnt auch NSAR der Wahl in der Stillzeit.
  3. Bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie ist laut Embryotox jedoch auch ­Diclofenac akzeptabel.
  4. Im OTC-Bereich wird Diclofenac in einer Dosierung von 12,5 bis 25 mg bis zu einer maximalen Tagesdosis von 75 mg eingesetzt.

Auch hier ist die Anwendung laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt. Auf ärztliche Verordnung beträgt die maximale Tagesdosis 150 mg. Hier sind verschiedenste, teilweise retardierte Einzeldosen von 50, 75, 100 und 150 mg im Handel. Häufig ist auch ein schnell freisetzender Anteil mit einem langsam freisetzenden kombiniert.

Der Wirkungsmechanismus der nicht-sauren antipyretischen Analgetika wie Paracetamol und Metamizol ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Sie sind ZNS-gängig und sollen dort die Prostaglandin-Synthese hemmen, die durch nozizeptive Stimuli hervorgerufen wird. Im entzündeten Gewebe und in der Peripherie wird eine Konzentration erreicht, die für eine klinisch relevante COX-Hemmung erforderlich wäre, nicht erreicht.

Dementsprechend wirken diese Substanzen zwar analgetisch und antipyretisch, aber nicht ausreichend antiphlogistisch. Dies stellt bei Schmerzen, die mit Entzündungen einhergehen, einen gewissen Nachteil gegenüber den NSAR dar. Die typischen NSAR-Nebenwirkungen wie gastrointestinale Komplikationen oder eine erhöhte Blutungsneigung sowie eine Erhöhung des kardiovaskulären Risikos spielen hier keine bzw.

  1. Nur eine geringere Rolle.
  2. So gibt es lediglich einzelne Berichte über kardiovaskuläre Komplikationen nach Paracetamol-Gabe.
  3. Insgesamt scheint das Nebenwirkungsprofil dieser Gruppe aber etwas günstiger zu sein.
  4. Paracetamol Paracetamol gilt in den üblichen Dosierungen bei kurzzeitiger Anwendung als sehr gut verträglich.

Seine analgetische Potenz ist allerdings etwas geringer als die der NSAR bei vergleichbarer Dosis. Das zeigt auch ein Cochrane-Review aus dem Jahre 2013, dessen Autoren zu dem Schluss kommen, dass es gute Evidenz für die Überlegenheit von Ibuprofen 400 mg gegenüber Paracetamol 1000 mg nach einer Weisheitszahnextraktion gibt,

Ist Diclofenac ein starkes Schmerzmittel?

Schmerzmittel Diclofenac: Risiko für Herz und Nieren Stand: 24.07.2020 11:23 Uhr Wer Diclofenac als Salbe ein bis zwei Tage kleinflächig aufträgt, muss nicht mit Nebenwirkungen rechnen. Das in Apotheken frei verkäufliche und auch von Ärzten häufig verschriebene Schmerzmittel Diclofenac ist eines der wirksamsten und weltweit meistverkauften Schmerzmittel.

Was ist besser als Diclofenac?

Doc Ibuprofen Schmerzgel vs. Voltaren – So enthält Doc Ibuprofen Schmerzgel etwa nicht Diclofenac als Wirkstoff, sondern Ibuprofen. Ibuprofen wird häufig in Mitteln gegen leichte bis mäßige Schmerzen wie Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen oder auch Verspannungen, Zerrungen und Gelenkschmerzen verwendet, da es entzündungshemmend wirkt.

Kann man jeden Tag Diclofenac nehmen?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten. Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

  1. Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut.
  2. Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

  • Wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

  1. Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten.
  2. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

  1. Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt.
  2. Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

  • Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht.
  • Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
  • Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

  1. Vor oder nach einer größeren Operation.
  2. Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.
  3. Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn.
  4. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.
  5. Anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden. Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden. Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

Zu informieren. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Kinder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
  2. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
  3. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

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Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

  • Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden.
  • Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden.
  • Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

  1. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.
  2. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

  • Verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben.
  • Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette.
  • Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden.
  • Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

  • Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich.
  • Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
  • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
  • Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung. Gelegentlich: Haarausfall. Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 75 mg SL Retardkapseln

Kann Diclofenac Entzündungen heilen?

Diclofenac – Lang wirksam im Entzündungsgewebe Von Brigitte M. Gensthaler, München Das nicht steroidale Antiphlogistikum Diclofenac hat eine kurze Halbwertszeit. Doch seine antientzündliche Wirkung hält länger an, als die Plasmaspiegel vermuten lassen.

  • In der Regel reicht für die gewünschte Schmerzlinderung eine zwei- bis dreimal tägliche Einnahme aus.
  • »Die unterschiedliche Verteilung von Säuren und Basen im Organismus entdeckten Forscher vor etwa 30 Jahren «, sagte Professor Dr.
  • Ay Brune von der Universität Erlangen-Nürnberg auf einem von Novartis unterstützten Pressegespräch.

Während sich nicht saure, nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) homogen im Körper verteilen, reichern sich saure Verbindungen in Leber, Niere, Herz, Magenwand und im Blut an. Sie hemmen die Cyclooxygenasen (COX) und in der Folge die Bildung von Prostaglandinen.

Darauf beruhen therapeutisch erwünschte, aber auch unerwünschte Effekte. Die über COX-1 gebildeten Prostaglandine vermitteln überwiegend physiologische Effekte. So tragen sie zum Schutz der Magenschleimhaut und des Endothels bei und fördern die ausreichende Durchblutung des Nierenepithels. Die COX-2 wird im entzündeten Gewebe exprimiert, ist jedoch auch konstitutiv im Gefäßendothel, in Heilungsarealen des Magens und im Nierengewebe aktiv.

COX-Hemmer mit langer Halbwertszeit blockieren dauerhaft die Prostaglandinbildung im gesamten Organismus. »Für die Verträglichkeit ist es jedoch günstiger, wenn gewebsprotektive Prostaglandine, zum Beispiel Prostacyclin im Gefäßendothel, nicht über 24 Stunden gehemmt werden«, sagte Brune.

  1. Gleiches gelte für die Nierenfunktion.
  2. Dies gelinge beispielsweise mit NSAR mit kurzer Halbwertszeit wie Diclofenac, Ketoprofen oder Ibuprofen.
  3. Deren antiinflammatorisch- analgetischer Effekt hält wesentlich länger an, als die Eliminationshalbwertszeit vermuten lässt, da sie sich im Entzündungsgewebe anreichern.

Brune erläuterte den Mechanismus: Die sauren NSAR haben eine sehr hohe Plasmaproteinbindung (etwa 99 Prozent). In Körperregionen mit offenem Endothel, zum Beispiel an der Niere oder im Entzündungsgewebe, kann der Albumin-gebundene Wirkstoff die Blutbahn verlassen.

Bei pH-Werten von etwa 5 bis 6, wie sie im entzündeten Gewebe vorliegen, nimmt die Bindung an Plasmaproteine ab und die freie Säure wird in das alkalische bis neutrale Milieu des Zellinneren verteilt. Intrazellulär »trifft« der Arzneistoff auch sein Zielmolekül: die COX am endoplasmatischen Retikulum.

Es sei gut belegt, dass Diclofenac auch bei zweimal täglicher Einnahme die Prostaglandinbildung im Entzündungsgewebe rund um die Uhr blockiert. Während der Arzneistoff hier persistiert, fällt der Plasmaspiegel rasch ab. Auch aus stark durchbluteten Organen wie der Niere werde das freie NSAR wieder ausgeschwemmt.

  • Dadurch sei der zentrale Bereich bald »weitgehend frei von einer massiven COX-Hemmung«, erklärte der Pharmakologe.
  • In dieser Zeit könne sich das System erholen und zum Beispiel retiniertes Wasser ausscheiden.
  • Bei Stoffen mit langer Halbwertszeit oder bei häufiger Dosierung kurz wirksamer Stoffe entfalle dieses »Erholungsintervall«.

Brunes Fazit für die Praxis: Werden Diclofenac oder Ibuprofen bis zu dreimal täglich in niedriger Dosierung eingenommen, seien sie gut verträglich. Bei häufigerer Anwendung und hohen Dosen gehe dieser Vorteil verloren. Dies erkläre, warum Patienten bei Einnahme von hoch dosiertem oder retardiertem Diclofenac eher Probleme mit der Verträglichkeit bekommen als bei niedrig dosiertem Wirkstoff, wie er für die Selbstmedikation zugelassen ist.

Kann man Diclofenac Abends nehmen?

Medikamenteneinnahme am Abend beugt Gelenksteifigkeit am Morgen vor – Gelenkrheuma ist eine chronische Erkrankung, die ebenfalls tagesrhythmisch verläuft. Schubweise kommt es hierbei zu Entzündungen in den betroffenen Gelenken. Sie schmerzen und schwellen an, dabei wird Gelenksubstanz zerstört.

Typisch für Gelenkrheuma ist die Morgensteifigkeit: Nach dem Aufstehen dauert es mindestens eine Stunde, bis man die Gelenke wieder gut bewegen kann. Will man dies beheben, ist die Medikamenteneinnahme nach dem Aufwachen wenig sinnvoll. Das Medikament würde seine Hauptwirkung erst dann entfalten, wenn die Beschwerden schon von alleine abklingen.

Besser ist es, der Morgensteifigkeit von Gelenken vorzubeugen. Dazu sollten die sogenannten nichtsteoridalen Antirheumatika, wie Diclofenac oder Naproxen, abends eingenommen werden. So ist am nächsten Morgen eine ausreichend hohe Konzentration vorhanden, um die Symptome zu überwinden.

Wann Ibuprofen und wann Diclofenac?

Schmerzmittel und Corona – Zu Beginn der Corona-Pandemie ging die Meldung durch die Medien, dass unter der Einnahme von Ibuprofen eine Infektion mit dem Coronavirus schwerer verlaufen könnte. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben das geprüft und geben inzwischen Entwarnung.

Auch die Europäische Arzneimittelbehörde teilt mit, dass Ibuprofen nach wie vor bei grippalen Symptomen wie Fieber und Schmerzen eingenommen werden kann. Das gilt auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) Die Hauptgruppe der Schmerzmittel sind die nichtsteroidalen Antirheumatika, kurz NSAR.

Die bekanntesten Vertreter sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen. Mögliche Nebenwirkungen sind Magenblutungen. Vor allem ASS muss vor einer Operation abgesetzt werden. Acetyslsalicylsäure Acetylsalicylsäure (ASS) wird vor allem bei Spannungskopfschmerz verwendet.

Auch eine Migräne lässt sich oft gut damit behandeln. Für Erwachsene eignet sich ASS bei Erkältung, da es fiebersenkend wirkt. Für Kinder ist der Wirkstoff nicht geeignet. Manche ASS-Präparate sind mit Vitamin C kombiniert. Es verringert Reizungen der Magenschleimhaut. Ibuprofen Ibuprofen hat ein geringeres Blutungsrisiko als ASS und wirkt stärker antientzündlich.

Es ist bei Rücken-, Gelenkschmerzen, Sportverletzungen, Erkältungsbeschwerden, Regel-, Zahn- und Kopfschmerz wirksam. Niedrig dosiert ist es als Zäpfchen ab dem dritten Lebensmonat geeignet. Der Zusatz „Lysin” bei einem Ibuprofen-Präparat bedeutet, dass es mit dem Wirkbeschleuniger Lysin kombiniert ist.

  • Diclofenac Diclofenac ist vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates wie Rücken-, Gelenkschmerz, rheumatischem Schmerz oder bei Sportverletzungen geeignet.
  • Im Vergleich zu ASS und Ibuprofen setzt der schmerzstillende und antientzündliche Effekt am schnellsten ein.
  • Diclofenac wird von Kindern eher schlecht vertragen und ist erst ab dem sechsten Lebensjahr zugelassen.

Naproxen Naproxen hat den Vorteil, dass es länger wirkt. Es ist bei Schmerz, Entzündung und Fieber geeignet. Zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden oder Arthrose. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird es nicht empfohlen. Für Kinder unter zwölf Jahren ist Naproxen nicht geeignet.

Coxibe Eine Weiterentwicklung der NSAR sind die COX-2-Hemmer, kurz Coxibe. Sie sind durch eine selektivere Wirkung magenverträglicher, können jedoch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Der Arzt muss die Vor- und Nachteile für jeden Patienten abwägen. Deshalb sind Coxibe nicht ohne ärztliches Rezept erhältlich.

Paracetamol Paracetamol wirkt kaum entzündungshemmend, senkt jedoch Fieber und ist oft in Erkältungsmitteln enthalten. Auch bei Kopfschmerz ist Paracetamol wirksam. Für Patienten mit empfindlichem Magen ist es oft besser verträglich als NSAR. Paracetamol belastet die Leber stärker als andere Schmerzmittel.

Kann man Paracetamol und Diclofenac zusammen nehmen?

Daten nur für direkt freisetzende Formulierungen – Schon im September 2006 hatte die FDA in einem Science Paper auf die Interaktion zwischen ASS und Ibuprofen und die Möglichkeit, das Risiko durch eine zeitlich versetzte Einnahme zu reduzieren, hingewiesen. Zu beachten ist, dass sich die Empfehlung, Ibuprofen mindestens 30 Minuten nach oder acht Stunden vor einer ASS-Gabe einzunehmen, nur auf direkt freisetzende ASS-Zubereitungen bezieht. Für magensaftresistente Formulierungen liegen keine aussagekräftigen Daten vor. Von einer solchen zeitlich versetzten Einnahme wird in der von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft herausgegebenen Reihe “Arzneiverordnung in der Praxis” abgeraten. ASS-Patienten sollten bei Bedarf mit Diclofenac behandelt werden. Auch die FDA hatte geraten, bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren auf Analgetika auszuweichen, die die ASS-induzierte Hemmung der Thrombozytenaggregation nicht aufheben. < Ibuprofen und ASS nicht gemeinsam einnehmen. Arzneiverordnung in der Praxis 2007; 34:53. Food and Drug Administration. Concomitant Use of Ibuprofen and Aspirin: Potential for Attenuation of the Anti-Platelet Effect of Aspirin. Science Paper 8. September 2006. du Beratungstipp Ibuprofen Vergewissern Sie sich bei jedem (älteren) Patienten, der ein Ibuprofen-Präparat verlangt, ob er ASS zum Herzschutz einnimmt. Gibt der ASS-Patient an, Ibuprofen nur kurzzeitig in niedriger Dosierung zur Schmerzbekämpfung zu benötigen, dann ist zwar die Interaktionsgefahr gering. Klären Sie den Patienten dennoch auf und raten Sie ihm, das Ibuprofen-Präparat erst mindestens 30 Minuten nach der ASS-Einnahme oder mindestens acht Stunden vor der ASS-Einnahme zu verwenden. Beabsichtigt der ASS-Patient über einen längeren Zeitraum täglich mindestens 400 mg Ibuprofen und mehr einzunehmen, dann erörtern Sie mit ihm, ob die zeitlich versetzte Einnahme praktikabel ist oder aus Compliance-Gründen auf ein anderes Schmerzmittel zurückgegriffen werden soll. Keine Interaktionen sind bei Paracetamol und Diclofenac zu erwarten. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt das Ausweichen auf Diclofenac. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient Diclofenac auch verträgt. Wird ein Rezept vorgelegt, auf dem ASS und Ibuprofen gleichzeitig verordnet wurde, muss geprüft werden, ob der Patient über die zeitversetzte Einnahme informiert worden ist. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, mit dem verordnenden Arzt Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob auf ein anderes Schmerzmittel ausgewichen werden soll. Soll der Patient in jedem Fall mit Ibuprofen behandelt werden, dann klären Sie ihn entsprechend über die Notwendigkeit der zeitversetzten Einnahme auf und vermerken Sie die Einnahmevorschrift auf den Packungen. Genauso ist zu verfahren, wenn ein mit ASS behandelter Patient eine Ibuprofen-Verordnung oder ein mit Ibuprofen behandelter Patient eine ASS-Verordnung vorlegt. : Gleichzeitige Gabe vermeiden

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Wie viel Diclofenac darf man am Tag nehmen?

Diclofenac Diclofenac ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika, hat schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften und wird daher für die Behandlung von Schmerzen und Entzündungszuständen verschiedener Ursachen eingesetzt.

Neben Tabletten sind Darreichungsformen in kurz wirksamer und retardierter Formulierung, Kapseln, Weichkapseln, Dragées, Tropfen, Zäpfchen, Injektionslösung, Gel, Pflaster und Augentropfen im Handel. In den 1960erJahren synthetisierten Alfred Sallmann und Rudolph Pfister in der Schweizer J.R. Geigy AG (seit 1996 nach Fusion mit Ciba und Sandoz: Novartis AG) verschiedene substituierte 2-(Phenylamino)phenylessigsäuren, darunter Diclofenac.

Am 10.10.1966 wurde es als Antirheumatikum und Medikament gegen Arthritis patentiert und 1973 eingeführt. Die Substanz erhielt ihren Namen anhand der Summenformel 2- ac eticacid). Auf dem Markt erhielt das Medikament den Namen Voltaren ® (Sitz des Baseler Instituts am Volta -Platz am Rhein, lat.

  • Name: Diclofenac
  • Formel: C 14 H 11 Cl 2 NO 2
  • IUPAC Name: 2-phenyl]acetic acid
  • pKs-Wert: 4,15

Alles Wissenswerte erfahren Sie auch in unserem Podcast. Diclofenac greift als NSAID (Non Steroidal Anti Inflammatory Drug) in die Biosynthese von Prostaglandinen ein. Diclofenac hemmt nicht selektiv die Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1, COX-2), die Arachidonsäure in cyclische Endoperoxide umwandeln.

Diese Endoperoxide sind Vorstufen von Prostaglandinen und Thromboxan A sowie Prostacyclin. Prostaglandine sind an der Schmerzentstehung und an Entzündungsreaktionen beteiligt. Da Diclofenac die Synthese von Prostaglandinen unterbindet, wirkt es antiphlogistisch und schmerzstillend. Diclofenac wird in der Selbstmedikation in oraler Form zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen für eine maximale Anwendungsdauer von vier Tagen angewendet.

Verschreibungspflichtige orale Diclofenac Präparate werden bei rheumatischen Erkrankungen wie Arthritis eingesetzt. Die Anwendung hängt von der Darreichungsform ab. So sollten magensaftresistente Zubereitungen vor dem Essen eingenommen werden. Eine Einnahme vor einer Mahlzeit kann auch dann empfohlen werden, zum Beispiel bei Disperstabletten, wenn ein besonders rascher Wirkeintritt gewünscht ist, wobei die Nüchternanwendung vermieden werden sollte.

  • Zu einer Einnahme zu oder nach einer Mahlzeit kann Patienten mit empfindlichem Magen geraten werden.
  • Topisches Diclofenac wird in Form von Gel oder Pflaster dort, wo der Schmerz empfunden wird, auf die unverletzte Haut aufgetragen.
  • Bei der aktinischen Keratose wird 3%iges Diclofenac-Gel als verschreibungspflichtiges Fertigarzneimittel eingesetzt.

Nach oraler Applikation wird Diclofenac vollständig resorbiert. Maximale Plasmaspiegel sind abhängig von der Dauer der Magenpassage (1 bis 16 Stunden), werden im Mittel aber nach 2 bis 3 Stunden erreicht. Oral zugeführtes Diclofenac unterliegt einem deutlichen First-Pass-Effekt, nur 35 bis 70 Prozent des resorbierten Wirkstoffs erreichen unverändert die posthepatische Zirkulation.

Etwa 30 Prozent des Wirkstoffs werden metabolisiert in den Fäzes ausgeschieden. Etwa 70 Prozent werden nach hepatischer Hydroxylierung und Konjugation als pharmakologisch unwirksame Metaboliten renal eliminiert. Weitgehend unabhängig von der Leber- und Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit nur zirka 2 Stunden.

Diclofenac wird in der Selbstmedikation ein bis dreimal täglich mit 25 mg oder bis zu 6-mal täglich mit 12,5 mg dosiert. Die Höchstmenge von 75 mg Diclofenac innerhalb von 24 Stunden darf nicht überschritten werden. Wird Diclofenac ärztlich verordnet, zum Beispiel bei Therapien des rheumatischen Formenkreises, wird in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung dosiert.

  • Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt: Peptische Ulcera, Perforationen oder Blutungen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl
  • Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz
  • Erhöhtes Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall), insbesondere bei einer hohen Dosis (150 mg täglich) und bei Langzeittherapie

*Patienten, die täglich niedrig dosierte ASS zur Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnehmen und zusätzlich regelmäßig NSAR anwenden (müssen), sollten eigentlich zwischen den Einnahmezeitpunkten mindestens zwei Stunden Zeitabstand einhalten, wobei zuerst ASS einzunehmen ist.

  1. Hintergrund ist, dass beide jeweiligen Wirkstoffe an die Cyclooxygenase 1 binden, andere NSAR aber die Thrombozytenaggregation weniger gut hemmen als ASS, das irreversibel bindet.
  2. Werden die anderen NSAR zuerst eingenommen, binden sie zuerst an dieses Enzym und können möglicherweise die Wirkung von ASS und damit dessen kardioprotektive Wirkung abschwächen.

Allerdings scheint bei Diclofenac – anders als bei Metamizol und Ibuprofen – diese Interaktion grundsätzlich nicht aufzutreten. Denn Diclofenac scheint einerseits an einer anderen Bindungsstelle der COX-1 anzugreifen und andererseits eine geringere Bindungsaffinität und kürzere Verweildauer in der Zirkulation (t1/2 = 1 bis 2 Stunden) als Ibuprofen (t1/2 = 2 bis 4 Stunden) zu haben.

Diclofenac sollte ohne ärztliche Rücksprache wegen der Gefahr synergistischer Effekte nicht zusammen mit anderen NSAIDs eingenommen werden, wie zum Beispiel Ibuprofen, Naproxen oder ASS. Vorsicht ist auch geboten, wenn der Patient bereits Medikamente einnimmt, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen, wie Antikoagulanzien, orale Kortikosteroide oder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI).

Diclofenac kann die blutdrucksenkende Wirkung von Antihypertensiva, besonders die von ACE-Hemmern, abschwächen, insbesondere bei längerer Einnahme. Den blutzuckersenkenden Effekt von oralen Antidiabetika kann Diclofenac steigern. Der Serumspiegel von Lithium, Digoxin und Phenytoin kann bei der gleichzeitigen Einnahme von Diclofenac erhöht sein und sollte ärztlich überwacht werden, wenn die gleichzeitige Einnahme unbedingt erforderlich ist.

  • bekannte Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAIDs
  • peptische Ulcera oder Hämorrhagien
  • gastrointestinale Blutungen oder Perforationen in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAIDs
  • cerebrovaskuläre oder andere aktive Blutungen
  • schwere Leberfunktionsstörungen
  • schwere Nierenfunktionsstörungen
  • bekannte Herzinsuffizienz (NYHAII–IV)
  • ischämische Herzkrankheit
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit

Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimenons sollte Diclofenac nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Diclofenac von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimenons angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.

Während des dritten Schwangerschaftstrimenons ist Diclofenac kontraindiziert, vor allem wegen der Gefahr des vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus Botalli beim Fetus. Als besser geeignete Alternativen empfiehlt Ibuprofen (bis Schwangerschaftswoche 28) oder Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft.

In der Stillzeit ist als NSAID Mittel der Wahl, sofern erforderlich, Ibuprofen. Bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie ist auch Diclofenac akzeptabel. Wird eine längere Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen zur Therapie rheumatischer Erkrankungen verordnet, sollte jedoch ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden.

  1. Diclofenac ist neben festen oralen Darreichungsformen auch als Tropfen, Zäpfchen, als Injektionslösung, Gel, Pflaster und Augentropfen im Handel.
  2. Zäpfchen und auch die Injektionslösung haben die gleichen Indikationen wie die oralen Formen, also zu symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, vor allem bei chronischen und akuten Gelenkerkrankungen.
  3. Diclofenac Lösung als Tropfenform wird als verschreibungspflichtiges Fertigarzneimittel zur akuten Behandlung der Kopfschmerzphase bei Migräne-Anfällen mit und ohne Aura eingesetzt.

Das Schmerzgel wird bei rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen, Schulter-Arm-Syndrom, Entzündungen im Muskel- und Kapselbereich), degenerativen Erkrankungen der Extremitätengelenke und bei Sport- und Unfallverletzungen eingesetzt.

Gel-Präparate von Diclofenac gehören neben Ibuprofen-Gelen und Diclofenac-Pflastern zu den wirksamsten topischen Darreichungsformen. Hier wird bei Arthrose ein hohes Maß an Schmerzlinderung erreicht. Für die Linderung von akuten Schmerz- und Entzündungszuständen einer aktivierten Arthrose oberflächennaher Gelenke (Knie, Hand) sind topische NSAR Mittel der ersten Wahl.

Bei Arthroseschmerzen an Händen oder Knien ist es sinnvoll, anstelle von oralem Diclofenac zu topischem Diclofenac überzugehen, da systemische Nebenwirkungen unter topischem Diclofenac seltener auftreten und die gastrointestinalen Beschwerden deutlich geringer ausfallen als unter der oralen Therapie.

  • Bei aktinischer Keratose wird Diclofenac als Gel in 3%iger Form ärztlich verordnet und soll in der Regel 60 bis 90 Tage lang zweimal täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.
  • Wirkstoffhaltiges Diclofenac-Pflaster wird in der Selbstmedikation zur Kurzzeitbehandlung zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen im Bereich der Extremitäten infolge stumpfer Traumen eingesetzt.
  • Als Augentropfen wird Diclofenac in 0,1%iger Lösung bei verschiedenen Augenerkrankungen eingesetzt, zum Beispiel zur Behandlung postoperativer Entzündungssymptome oder bei chronischen, nicht infektiösen Entzündungen des vorderen Augenabschnittes.

Diclofenac wird mit 75 mg als Fixkombination in einer Tablette mit dem Prostaglandin-E1-Analogon Misoprostol (0,2 mg) angeboten. Diese Zusammensetzung ist bei Patienten angezeigt, die einer Prophylaxe von nichtsteroidalen Antirheumatika-induzierten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren bedürfen.

Eine weitere Kombination von jeweils 50 mg Diclofenac und Codein ist zur Kurzzeitbehandlung von maximal 2 Wochen von starken Schmerzen bei degenerativen Gelenkerkrankungen wie Gonarthrosen, bei starken Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen und Tumorschmerzen induziert. *Dieser Text wurde zuletzt am 14.04.2022 (15:38 Uhr) redaktionell darum präzisiert und ergänzt, dass Diclofenac mit niedrig dosierter ASS zur Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht zu interagieren scheint.

: Diclofenac

Was ist das stärkste Diclofenac?

Bislang hat GlaxoSmithKline (GSK) mit Voltaren forte das einzige hoch dosierte Diclofenac-Schmerzgel auf dem Markt.

Warum Diclofenac vor dem Essen?

Vor oder nach dem Essen – Säurebindende Medikamente (Antazida) nimmt man in der Regel nach der Mahlzeit, wenn erste Beschwerden auftreten. “Diese Medikamente sind von ihrer chemischen Struktur so beschaffen, dass sie auch andere Arzneistoffe binden können”, so Apotheker Robert Langner.

Daher sollte man zwischen der Einnahme von Magensäure bindenden Mitteln und anderen Medikamenten mindestens einen Abstand von zwei Stunden einhalten. Säureblocker wie Omeprazol, welche die Produktion von Magensäure unterbinden, nimmt man in der Regel nüchtern, also mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit ein.

Bei der Einnahme von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Diclofenac empfiehlt es sich, diese während oder nach dem Essen einzunehmen. Dadurch werden Sie nicht so stark von der Magenschleimhaut aufgenommen und schädigen den Magen weniger.

Welches Medikament ist am stärksten entzündungshemmend?

Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) – Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Entzündungshemmer oder Antirheumatika (NSAR) haben eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Hierzu gehören Acetylsalicylsäure und ihre Abkömmlinge wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen.

Kann man IBU 600 und Diclofenac zusammen nehmen?

– Die verschiedenen Medikamente der nicht-steroidalen Anti- rheumatika dürfen nicht miteinander kombiniert werden (keine Kombination von Ibuprofen, Diclofenac oder Mefena- min-Säure).

In welchen Abständen darf man Diclofenac?

Anwendung – Diclofenac ist verfügbar als

Tablette (25 mg, 50 mg, 75 mg)

Trinktablette (50 mg)

Retardtablette und -kapsel (75 mg, 100 mg)

Zäpfchen (25 mg, 50 mg, 100 mg)

Tropfen (50 mg/ml)

Gel zum Auftragen auf die Haut

Schmerzpflaster (140 mg).

Nur die 10er und 20er Packungen mit 25 mg Diclofenac-Tabletten, Gele in Dosierungen unter 30 mg/ml sowie die Schmerzpflaster erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Für alle anderen Darreichungsformen brauchen Sie ein Rezept. Schlucken Sie die Tabletten am besten während einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser herunter.

Gelenkbeschwerden und Gelenkerkrankungen: Hierfür sind vor allem Retardtabletten und Retardkapseln geeignet. Sie geben den Wirkstoff langsam über mehrere Stunden hinweg ab. Pro Tag sind insgesamt 2 Retardkapseln oder -tabletten à 75 mg oder 1 à 100mg erlaubt.

Schmerzen: Die übliche Einzeldosis beträgt 25 bis 50 mg. Halten Sie sich an die Tageshöchstmenge von 150 mg Diclofenac und an den Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden zwischen zwei Einnahmen. Nehmen Sie Diclofenac ohne ärztlichen Rat maximal vier Tage in Folge ein.

Migräne: Sobald sich ein Migräneanfall ankündigt, nehmen Sie 50 mg Diclofenac. Bessern sich Ihre Kopfschmerzen nicht, dann nehmen Sie nach zwei Stunden erneut 50 mg. Bis zur Tageshöchstmenge von 200 mg Diclofenac ist es erlaubt, dass Sie alle vier bis sechs Stunden die Einnahme von 50 mg Diclofenac wiederholen.

Für die äußerliche Anwendung ist zu beachten:

Gelenkbeschwerden, stumpfe Verletzungen, Weichteilerkrankungen: Diclofenac-Gel wird bis 4-mal täglich dünn auf den schmerzenden Hautbereich aufgetragen. Warten Sie, bis Diclofenac eingezogen ist, bevor Sie einen Verband anlegen. Diclofenac-Pflaster werden 2‑mal täglich auf den betroffenen Bereich geklebt.

Aktinische Keratose: Für die Behandlung der aktinischen Keratose ist ein Gel aus dreiprozentigem Diclofenac in Hyaluronsäure zugelassen. Dieses Gel wird 2-mal täglich auf den betroffenen Hautbereich aufgetragen. Die Therapiedauer beträgt 60 bis 90 Tage.

Warum kein Diclofenac?

Experten-Antwort: – Aufgrund Ihrer Herzkrankheit sind die Bedenken Ihrer Ärztin berechtigt. Denn die tägliche Einnahme von Diclofenac, das zu den so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika gehört, kann gerade bei Herzpatienten das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen und darüber hinaus zu einer Verschlechterung des Bluthochdrucks führen.

  1. Leider ist es in Ihrem Fall schwierig, eine Alternative zu finden, weil auch andere Schmerzmittel dieser Gruppe dieselben Nebenwirkungen haben können.
  2. In einigen Studien hat sich gezeigt, dass Naproxen entweder kein Risiko besitzt oder sogar das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall verringert, während Ibuprofen das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall nicht bedeutsam erhöht.

Bei Celecoxib hat sich vor allem bei hohen Dosierungen (über 200 mg/Tag) auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ergeben.

Wie viele Diclofenac am Tag?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

  • Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten.
  • Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut. Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

  1. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
  2. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

  • Wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

  • Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten.
  • Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt. “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)
See also:  Soñar Que Un Dentista Te Saca Los Dientes?

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht. – bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

Vor oder nach einer größeren Operation. Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden. Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden. Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

  1. Zu informieren.
  2. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
  3. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Kinder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

  • Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig.
  • Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

  1. Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden.
  2. Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden.
  3. Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

  1. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.
  2. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

  • Verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben.
  • Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette.
  • Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden.
  • Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

  • Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich.
  • Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
  • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
  • Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

  1. Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind.
  2. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt.
  3. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung. Gelegentlich: Haarausfall. Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 75 mg SL Retardkapseln

Wie oft darf man Diclofenac 50 mg einnehmen?

Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, verteilt auf 1 – 3 Einzelgaben. Art und Dauer der Anwendung Zum Einnehmen.

Welches Schmerzmittel ist am meisten entzündungshemmend?

Eine Wissenschaftlergruppe aus Bern hat die aussagekräftigsten Studien zur Wirkung von NSAR und Coxiben bei Arthrose ausgewertet – insgesamt über 70 Studien mit fast 60.000 Teilnehmenden. Die wirksamsten Schmerzmittel sind Diclofenac 150 mg pro Tag und Etoricoxib 60 mg pro Tag.

Kann man Paracetamol und Diclofenac zusammen nehmen?

Daten nur für direkt freisetzende Formulierungen – Schon im September 2006 hatte die FDA in einem Science Paper auf die Interaktion zwischen ASS und Ibuprofen und die Möglichkeit, das Risiko durch eine zeitlich versetzte Einnahme zu reduzieren, hingewiesen. Zu beachten ist, dass sich die Empfehlung, Ibuprofen mindestens 30 Minuten nach oder acht Stunden vor einer ASS-Gabe einzunehmen, nur auf direkt freisetzende ASS-Zubereitungen bezieht. Für magensaftresistente Formulierungen liegen keine aussagekräftigen Daten vor. Von einer solchen zeitlich versetzten Einnahme wird in der von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft herausgegebenen Reihe “Arzneiverordnung in der Praxis” abgeraten. ASS-Patienten sollten bei Bedarf mit Diclofenac behandelt werden. Auch die FDA hatte geraten, bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren auf Analgetika auszuweichen, die die ASS-induzierte Hemmung der Thrombozytenaggregation nicht aufheben. < Ibuprofen und ASS nicht gemeinsam einnehmen. Arzneiverordnung in der Praxis 2007; 34:53. Food and Drug Administration. Concomitant Use of Ibuprofen and Aspirin: Potential for Attenuation of the Anti-Platelet Effect of Aspirin. Science Paper 8. September 2006. du Beratungstipp Ibuprofen Vergewissern Sie sich bei jedem (älteren) Patienten, der ein Ibuprofen-Präparat verlangt, ob er ASS zum Herzschutz einnimmt. Gibt der ASS-Patient an, Ibuprofen nur kurzzeitig in niedriger Dosierung zur Schmerzbekämpfung zu benötigen, dann ist zwar die Interaktionsgefahr gering. Klären Sie den Patienten dennoch auf und raten Sie ihm, das Ibuprofen-Präparat erst mindestens 30 Minuten nach der ASS-Einnahme oder mindestens acht Stunden vor der ASS-Einnahme zu verwenden. Beabsichtigt der ASS-Patient über einen längeren Zeitraum täglich mindestens 400 mg Ibuprofen und mehr einzunehmen, dann erörtern Sie mit ihm, ob die zeitlich versetzte Einnahme praktikabel ist oder aus Compliance-Gründen auf ein anderes Schmerzmittel zurückgegriffen werden soll. Keine Interaktionen sind bei Paracetamol und Diclofenac zu erwarten. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt das Ausweichen auf Diclofenac. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient Diclofenac auch verträgt. Wird ein Rezept vorgelegt, auf dem ASS und Ibuprofen gleichzeitig verordnet wurde, muss geprüft werden, ob der Patient über die zeitversetzte Einnahme informiert worden ist. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, mit dem verordnenden Arzt Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob auf ein anderes Schmerzmittel ausgewichen werden soll. Soll der Patient in jedem Fall mit Ibuprofen behandelt werden, dann klären Sie ihn entsprechend über die Notwendigkeit der zeitversetzten Einnahme auf und vermerken Sie die Einnahmevorschrift auf den Packungen. Genauso ist zu verfahren, wenn ein mit ASS behandelter Patient eine Ibuprofen-Verordnung oder ein mit Ibuprofen behandelter Patient eine ASS-Verordnung vorlegt. : Gleichzeitige Gabe vermeiden

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