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Wie Schnell Wirkt Novaminsulfon?

Wie Schnell Wirkt Novaminsulfon
Medikament – Patienteninformation für Novaminsulfon Lichtenstein 500mg 1.Was ist Novaminsulfon Lichtenstein 500mg und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat Novaminsulfon Lichtenstein 500mg? Novaminsulfon Lichtenstein 500mg enthält den Wirkstoff Metamizol, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Pyrazolone.

  • Diese sind schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel.
  • Metamizol wird üblicherweise in Salzform als Metamizol-Natrium (Monohydrat) angewendet.
  • Metamizol ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es? Metamizol zum Einnehmen gibt es üblicherweise als – Tablette bzw.

Filmtablette mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.

  • – Lösung zum Einnehmen mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro ml.
  • Metamizol zum Einführen in den Darm gibt es üblicherweise als
  • – Zäpfchen für Kinder mit 300 mg oder 1 000 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.
  • Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Metamizol wird angewendet zur

  1. Behandlung von
  2. – akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  3. – krampfartigem Leibschmerz (Kolik),
  4. – Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen),
  5. – sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, so weit eine andere Behandlung nicht infrage kommt,
  6. – hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

2.Was müssen Sie vor der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg beachten? 2.1.Novaminsulfon Lichtenstein 500mg darf nicht angewendet werden, – wenn Sie allergisch gegen Metamizol oder anderen Pyrazolone (z.B. Phenazon, Propyphenazon) bzw. Pyrazolidine (z.B.

  1. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind; dies schließt auch Patienten ein, die z.B.
  2. Mit einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) nach Anwendung dieser Wirkstoffe reagiert haben, – wenn Sie allergisch gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, – wenn bei Ihnen eine Schmerzmittelunverträglichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp) bekannt ist; dies gilt für Patienten, die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege (Bronchospasmus) oder anderen Überempfindlichkeitserscheinungen, wie Juckreiz, Schnupfen und Schwellungen (Urtikaria, Rhinitis, Angioödem), auf Schmerzmittel wie z.B.

Salicylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren, – wenn bei Ihnen Störungen der Knochenmarksfunktion vorliegen (z.B. nach Behandlung mit Zytostatika, die bei Krebsleiden gegeben werden),

  • – wenn bei Ihnen Erkrankungen der Blutbildung vorliegen (Erkrankungen des hämatopoetischen Systems),
  • – wenn Sie einen angeborenen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene Stoffwechselkrankheit) haben; Grund: Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse),
  • – bei akuter hepatischer Porphyrie (seltene Stoffwechselkrankheit); Grund: Gefahr der Auslösung einer Porphyrie-Attacke,
  • – in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft,
  • – wenn Sie stillen,
  • – von Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.

2.2. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg ist erforderlich Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg einnehmen. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg enthalten das Pyrazolonderivat Metamizol und besitzen die seltenen, aber lebensbedrohlichen Risiken des Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und der Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

Wenn Sie auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg mit Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktionen) reagieren, sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren. Zeigen Sie auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg allergische oder andere (immunologisch vermittelte) Abwehrreaktionen (z.B.

Agranulozytose), sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) zu reagieren. Wenn bei Ihnen Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, müssen Sie die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort abbrechen und umgehend einen Arzt aufsuchen.

– Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen) Wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten/Unverträglichkeiten vorliegt, ist die Gefahr des Auftretens möglicherweise schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg deutlich erhöht: – Unverträglichkeit von Schmerz- und Rheumamitteln, die sich z.B.

durch Juckreiz und Schwellungen (Urtikaria, Angioödem) äußert (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp, – Atemnotanfälle z.B. durch Verengung der kleinsten Luftwege (Asthma bronchiale), insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Entzündungen der Nase und Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) und Nasenpolypen leiden, – chronische Nesselsucht (Urtikaria), – Überempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z.B.

Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z.B. Benzoate), – Alkoholunverträglichkeit: Schon bei geringen Mengen Alkohol treten Niesen, Augentränen und starke Gesichtsrötung auf. Eine solche Alkoholunverträglichkeit kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Schmerzmittelunverträglichkeit sein. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen dürfen Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach sorgfältiger Abwägung möglicher Risiken gegen den erwarteten Nutzen eingesetzt werden.

Werden Novaminsulfon Lichtenstein 500mg in solchen Fällen gegeben, ist der Patient engmaschig ärztlich zu überwachen und Notfallbereitschaft sicherzustellen. Ein anaphylaktischer Schock kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten. Daher ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit Asthma oder einer Veranlagung zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Atopie).

– Schwere Hautreaktionen Bei der Anwendung von Metamizol-Natrium wurden lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet. Falls sich bei Ihnen ein Hautausschlag entwickelt, oft mit Blasen oder Schleimhautschäden verbunden, müssen Sie die Behandlung mit Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort abbrechen.

Sie dürfen die Behandlung mit Metamizol-Natrium zu keiner Zeit wieder aufnehmen.

  1. – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktionen)
  2. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg können einen Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion) auslösen.
  3. Diese Gefahr ist erhöht,

– wenn Sie an niedrigem Blutdruck (vorbestehender Hypotonie), deutlichem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche oder beginnendem Kreislaufversagen (z.B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) leiden, – wenn Sie hohes Fieber haben. Deshalb sind eine sorgfältige Abwägung der Anwendung und eine enge Überwachung sowie gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen (z.B.

  • – Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, sollten Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.
  • – Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden
  • Es wurden Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Neben erhöhten Leberenzymwerten (mit oder ohne Ikterus) traten häufig Symptome anderer Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis auf.

  1. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt:
  2. – Wenn Sie Frühsymptome erkennen, die auf einen arzneimittelbedingten Leberschaden hinweisen
  3. – Wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Metamizol ein Leberschaden aufgetreten ist, für den keine andere Ursache gefunden werden konnte.
  4. Wichtige Information über sonstige Bestandteile: Natriumgehalt: Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

2.2.a) Kinder

  • Metamizol-haltige Arzneimittel dürfen generell nicht bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht angewendet werden, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.
  • Für ältere Kinder stehen Tropfen und für Kinder ab 4 Jahren Zäpfchen (der Wirkstärke 300 mg) zur Verfügung.
  • Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.

2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen kann die Ausscheidung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg verzögert sein.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Da keine hinreichenden Erfahrungen für den Menschen vorliegen, sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft einnehmen.
  2. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und nur, nachdem dieser eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat, einnehmen.

Während des letzten Schwangerschaftsdrittels dürfen Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht einnehmen. Metamizol, der Wirkstoff aus Novaminsulfon Lichtenstein 500mg, hemmt die natürliche Funktion der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation), was besonders bei der Geburt zu vermehrten Blutungen führen könnte.

Außerdem könnte es zu einem vorzeitigen Verschluss eines für das ungeborene Kind wichtigen Blutgefäßes kommen (dieses, der sogenannte Ductus Botalli, verschließt sich natürlicherweise erst nach der Geburt).2.2.d) Stillzeit Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Abbaustoffe von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg gehen in die Muttermilch über; daher dürfen Sie während der Einnahme und bis zu mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht stillen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt.

Vorsichtshalber sollten Sie aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer Beeinträchtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das Führen von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw.

vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg können eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken (Arzneimittel zur Unterdrückung des Abwehrsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung müssen daher Ihre Ciclosporin-Blutspiegel überwacht werden.

  1. Die gleichzeitige Gabe von Metamizol-Natrium und Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw.
  2. Von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen.
  3. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.

Metamizol kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Blutplättchen verringern. Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz anwenden, sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg mit Vorsicht anwenden. Durch Metamizol können die Blutspiegel von Bupropion (zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung) herabgesetzt werden.

  1. Bei gleichzeitiger Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg und Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann bei Ihnen eine starke Erniedrigung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten.
  2. Für die Gruppe der Pyrazolone (zu diesen gehören auch Novaminsulfon Lichtenstein 500mg) ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:
  3. – Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien),
  4. – Captopril (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen),
  5. – Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen),

– Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika, z.B. Triamteren), – Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva). Inwieweit auch Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zu diesen Wechselwirkungen führen, ist nicht bekannt. Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Informieren Sie vor der Durchführung von Laboruntersuchungen Ihren Arzt über die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg, da Metamizol das Ergebnis einiger Methoden beeinflussen kann (z.B. Bestimmung der Blutwerte von Kreatinin, Fetten, HDL-Cholesterol oder Harnsäure).2.4.Bei Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist Novaminsulfon Lichtenstein 500mg anzuwenden? Wenden Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Die Tabletten werden unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen. Es wird empfohlen, die Tropfen (Lösung zum Einnehmen) mit etwas Wasser (etwa ½ Glas) einzunehmen. Die Zäpfchen werden möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingeführt. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht länger als 3 bis 5 Tage anzuwenden, ohne nochmals ausdrücklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zu reagieren. Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.30 bis 60 Minuten nach Anwendung kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gilt, dass als Einzel-Dosis 8 bis 16 mg Metamizol-Natrium 1 H2O pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden. Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (> 53 kg) können 500 mg bis 1 000 mg pro Einzel-Dosis anwenden. Bei unzureichender Wirkung kann die jeweilige Einzel-Dosis, in Abhängigkeit von der Tagesmaximal-Dosis bis zu 4-mal am Tag gegeben werden.30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und eingeschränkter Kreatinin-clearance sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg verzögert sein kann. Da bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Eliminationsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegen keine Erfahrungen vor. Die Dosierung kann auf das Alter bzw. Körpergewicht abgestimmt werden. Ihr Arzt wird sich im Allgemeinen an den folgenden Empfehlungen orientieren. Grundsätzlich sollte die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden: 3.2.a) 3 bis 11 Monate (5 bis 8 kg) Einzel-Dosis: 50 bis 100 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 300 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.b) 1 bis 3 Jahre (9 bis 15 kg) Einzel-Dosis: 75 bis 250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.c) 4 bis 6 Jahre (16 bis 23 kg) Einzel-Dosis: 125 bis 375 mg mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1125 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 3 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.d) 7 bis 9 Jahre (24 bis 30 kg) Einzel-Dosis: 200 bis 500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.e) 10 bis 12 Jahre (31 bis 45 kg) Einzel-Dosis: 250 bis 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 5 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.f) 13 bis 14 Jahre (46 bis 53 kg) Einzel-Dosis: 375 bis 875 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2625 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 6 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.g) Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre (> 53 kg) Einzel-Dosis: 500 bis 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 4 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.3.Wenn Sie eine größere Menge Novaminsulfon Lichtenstein 500mg angewendet haben, als Sie sollten Bei Gabe zu großer Mengen kann sich dies äußern in z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Einschränkung der Nierenleistung bis hin zum akuten Nierenversagen (z.B. unter dem Bild einer interstitiellen Nephritis) und – seltener – Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Bewusstlosigkeit, Krämpfen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock und Herzrhythmusstörungen (Tachykardie). Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Hinweis: Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Stoffwechselproduktes (Rubazonsäure) eine Rotfärbung des Urins verursachen.3.4. Wenn Sie die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg vergessen haben Wenden Sie Ihr Arzneimittel zum nächsten Anwendungzeitpunkt weiter so an, wie im Abschnitt 3.2 beschrieben oder wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Anwendung einer doppelten Dosis ausgleichen.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Novaminsulfon Lichtenstein 500mg abgebrochen wird Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  • Wie alle Arzneimittel kann Novaminsulfon Lichtenstein 500mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf: Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. In solchen Fällen dürfen Novaminsulfon Lichtenstein 500mg auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter eingenommen werden.

Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein. Wenn Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, muss die Einnahme von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort beendet und das Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild) durch Ihren Arzt kontrolliert werden.

Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht gewartet werden, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg dürfen auch nicht weiter eingenommen werden, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine mögliche Agranulozytose sein können: – unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (z.B.

Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden),

  1. – wenn das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt,
  2. – wenn es zu schmerzhaften Schleimhautveränderungen kommt, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich.
  3. Mögliche Nebenwirkungen:

4.1.a) Gelegentlich – Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem). – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion), der möglicherweise durch die Arzneimittelwirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion begleitet wird.

Eine solche Reaktion führt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko einer Blutdrucksenkung kann erhöht sein bei abnorm hohem Fieber (Hyperpyrexie). Typische Zeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzjagen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht.4.1.b) Selten – Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen).

Zu den typischen Zeichen leichterer Reaktionen gehören Symptome wie Augenbrennen, Husten, Nasenlaufen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung (besonders im Bereich des Gesichts und Kopfes), Nesselsucht und Schwellungen im Gesichtsbereich sowie seltener Übelkeit und Bauchkrämpfe.

Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge und besonders auf den Handflächen und Fußsohlen. Solche leichteren Reaktionen können in schwerere Formen übergehen mit starker Nesselsucht, schwerem Angioödem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich), schwerem Bronchospasmus (krampfartige Verengung der unteren Atemwege), Herzjagen (manchmal auch zu langsamem Pulsschlag), Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg), Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock.

Diese Reaktionen können auch noch nach mehrfacher komplikationsloser Anwendung auftreten und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein. Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom äußern sich Überempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen.

Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie). – Hautausschlag (z.B. makulopapulöses Exanthem).4.1.c) Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) – Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang, oder Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Diese Reaktionen sind vermutlich immunologisch bedingt. Sie können auch auftreten, wenn Metamizol bei früheren Gelegenheiten ohne Komplikationen gegeben wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose möglicherweise erhöht sein kann, wenn Novaminsulfon Lichtenstein 500mg länger als eine Woche eingenommen werden.

  • Die Agranulozytose äußert sich in hohem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entzündung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich.
  • Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entzündungen) erhalten, können diese Zeichen allerdings nur schwach ausgeprägt sein.

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erhöht, während die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder überhaupt nicht vergrößert sind. Typische Zeichen einer Thrombozytopenie sind z.B. eine verstärkte Blutungsneigung und Petechien (punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute).

  1. Asthmaanfall (Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege).
  2. Großflächige Blasenbildung der Haut und Hautablösung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse).
  3. Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen Fällen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge (Oligo- oder Anurie), Ausscheidung von Bluteiweißen im Harn (Proteinurie) bzw.

Entwicklung zu einem akuten Nierenversagen; Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis).4.1.d) Nicht bekannt – Anaphylaktischer Schock. – Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom). – Blutarmut mit gleichzeitiger Störung der Knochenmarkfunktion (aplastische Anämie), Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang.

Anzeichen einer Panzytopenie und einer aplastischen Anämie sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen und Blässe. Durch ein harmloses Abbauprodukt (Rubazonsäure) von Metamizol-Natrium kann eine Rotfärbung Ihres Urins verursacht werden. Außerdem wurde über Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Mögliche Symptome sind: erhöhte Leberenzymwerte (mit oder ohne Ikterus), häufig neben Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis.4.2.Gegenmaßnahmen Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom, Agranulozytose) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. In solchen Fällen darf Metamizol auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter angewendet werden. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
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Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Dezember 2020 (7)

: Novaminsulfon Lichtenstein 500mg

Ist Novaminsulfon 500 ein starkes Schmerzmittel?

Wirkungsweise – Metamizol, auch Novaminsulfon genannt, wirkt von den Schmerzmitteln der Stufe 1 am stärksten. Es senkt auch hohes Fieber.

Wie oft am Tag darf man Novaminsulfon nehmen?

Dosierung von NOVAMINSULFON-ratiopharm 500 mg Tabletten – Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Allgemeine Dosierungsempfehlung:

Jugendliche ab 15 Jahren und über 53 kg Körpergewicht und Erwachsene

Einzeldosis: 1-2 TablettenGesamtdosis: 1-4 mal täglichZeitpunkt: im Abstand von 6-8 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit

Höchstdosis: Eine Dosis von 8 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Patienten mit einer Leber- und Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Bei welchen Schmerzen nimmt man Novaminsulfon?

Novaminsulfon Lichtenstein 500 mg Tabletten werden angewendet zur Behandlung von: – akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, – krampfartigem Leibschmerz (Koliken), – Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen), – sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht

Wie gut helfen Novaminsulfon 500?

Aktualisiert am 12. Januar 2023 Alle NetDoktor.de-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft. Metamizol, auch als Novaminsulfon bekannt, gehört zu den wichtigsten Wirkstoffen gegen starke Schmerzen, hohes Fieber und Krämpfe. Es gibt unter anderem Metamizol-Tropfen und -Tabletten.

  1. Die Mittel sind sehr effektiv.
  2. In seltenen Fällen rufen sie aber schwere Nebenwirkungen hervor, etwa eine ausgeprägte Abwehrschwäche (Agranulozytose).
  3. Hier lesen Sie alles Wichtige über Metamizol.
  4. Artikelübersicht Metamizol Metamizol wird im Körper in seine aktive Form umgewandelt und hemmt als solche die Produktion von speziellen Prostaglandinen (Gewebshormone), und zwar hauptsächlich im Gehirn und Rückenmark (zentrales Nervensystem).

Das unterbindet die Schmerzbildung und in der Folge die Schmerzwahrnehmung. Die fiebersenkende Wirkung von Metamizol beruht auf einer Beeinflussung des Temperaturregulationszentrums im Gehirn. Seine krampflösende Wirkung (Spasmolyse) kommt vermutlich durch eine Hemmung der Reizweiterleitung an der sogenannten glatten Muskulatur zustande, die sich im Magen-Darm-Trakt, in den Harnwege und der Gebärmutter findet.

Wie lange braucht Novaminsulfon 500 bis es wirkt?

Medikament – Patienteninformation für Novaminsulfon Lichtenstein 500mg 1.Was ist Novaminsulfon Lichtenstein 500mg und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat Novaminsulfon Lichtenstein 500mg? Novaminsulfon Lichtenstein 500mg enthält den Wirkstoff Metamizol, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Pyrazolone.

Diese sind schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel. Metamizol wird üblicherweise in Salzform als Metamizol-Natrium (Monohydrat) angewendet. Metamizol ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es? Metamizol zum Einnehmen gibt es üblicherweise als – Tablette bzw.

Filmtablette mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.

  • – Lösung zum Einnehmen mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro ml.
  • Metamizol zum Einführen in den Darm gibt es üblicherweise als
  • – Zäpfchen für Kinder mit 300 mg oder 1 000 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.
  • Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Metamizol wird angewendet zur

  1. Behandlung von
  2. – akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  3. – krampfartigem Leibschmerz (Kolik),
  4. – Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen),
  5. – sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, so weit eine andere Behandlung nicht infrage kommt,
  6. – hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

2.Was müssen Sie vor der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg beachten? 2.1.Novaminsulfon Lichtenstein 500mg darf nicht angewendet werden, – wenn Sie allergisch gegen Metamizol oder anderen Pyrazolone (z.B. Phenazon, Propyphenazon) bzw. Pyrazolidine (z.B.

Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind; dies schließt auch Patienten ein, die z.B. mit einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) nach Anwendung dieser Wirkstoffe reagiert haben, – wenn Sie allergisch gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, – wenn bei Ihnen eine Schmerzmittelunverträglichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp) bekannt ist; dies gilt für Patienten, die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege (Bronchospasmus) oder anderen Überempfindlichkeitserscheinungen, wie Juckreiz, Schnupfen und Schwellungen (Urtikaria, Rhinitis, Angioödem), auf Schmerzmittel wie z.B.

Salicylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren, – wenn bei Ihnen Störungen der Knochenmarksfunktion vorliegen (z.B. nach Behandlung mit Zytostatika, die bei Krebsleiden gegeben werden),

  • – wenn bei Ihnen Erkrankungen der Blutbildung vorliegen (Erkrankungen des hämatopoetischen Systems),
  • – wenn Sie einen angeborenen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene Stoffwechselkrankheit) haben; Grund: Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse),
  • – bei akuter hepatischer Porphyrie (seltene Stoffwechselkrankheit); Grund: Gefahr der Auslösung einer Porphyrie-Attacke,
  • – in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft,
  • – wenn Sie stillen,
  • – von Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.

2.2. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg ist erforderlich Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg einnehmen. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg enthalten das Pyrazolonderivat Metamizol und besitzen die seltenen, aber lebensbedrohlichen Risiken des Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und der Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

  • Wenn Sie auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg mit Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktionen) reagieren, sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren.
  • Zeigen Sie auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg allergische oder andere (immunologisch vermittelte) Abwehrreaktionen (z.B.

Agranulozytose), sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) zu reagieren. Wenn bei Ihnen Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, müssen Sie die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort abbrechen und umgehend einen Arzt aufsuchen.

– Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen) Wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten/Unverträglichkeiten vorliegt, ist die Gefahr des Auftretens möglicherweise schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg deutlich erhöht: – Unverträglichkeit von Schmerz- und Rheumamitteln, die sich z.B.

durch Juckreiz und Schwellungen (Urtikaria, Angioödem) äußert (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp, – Atemnotanfälle z.B. durch Verengung der kleinsten Luftwege (Asthma bronchiale), insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Entzündungen der Nase und Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) und Nasenpolypen leiden, – chronische Nesselsucht (Urtikaria), – Überempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z.B.

Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z.B. Benzoate), – Alkoholunverträglichkeit: Schon bei geringen Mengen Alkohol treten Niesen, Augentränen und starke Gesichtsrötung auf. Eine solche Alkoholunverträglichkeit kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Schmerzmittelunverträglichkeit sein. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen dürfen Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach sorgfältiger Abwägung möglicher Risiken gegen den erwarteten Nutzen eingesetzt werden.

Werden Novaminsulfon Lichtenstein 500mg in solchen Fällen gegeben, ist der Patient engmaschig ärztlich zu überwachen und Notfallbereitschaft sicherzustellen. Ein anaphylaktischer Schock kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten. Daher ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit Asthma oder einer Veranlagung zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Atopie).

  1. Schwere Hautreaktionen Bei der Anwendung von Metamizol-Natrium wurden lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet.
  2. Falls sich bei Ihnen ein Hautausschlag entwickelt, oft mit Blasen oder Schleimhautschäden verbunden, müssen Sie die Behandlung mit Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort abbrechen.

Sie dürfen die Behandlung mit Metamizol-Natrium zu keiner Zeit wieder aufnehmen.

  1. – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktionen)
  2. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg können einen Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion) auslösen.
  3. Diese Gefahr ist erhöht,

– wenn Sie an niedrigem Blutdruck (vorbestehender Hypotonie), deutlichem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche oder beginnendem Kreislaufversagen (z.B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) leiden, – wenn Sie hohes Fieber haben. Deshalb sind eine sorgfältige Abwägung der Anwendung und eine enge Überwachung sowie gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen (z.B.

  • – Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, sollten Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.
  • – Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden
  • Es wurden Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Neben erhöhten Leberenzymwerten (mit oder ohne Ikterus) traten häufig Symptome anderer Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis auf.

  1. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt:
  2. – Wenn Sie Frühsymptome erkennen, die auf einen arzneimittelbedingten Leberschaden hinweisen
  3. – Wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Metamizol ein Leberschaden aufgetreten ist, für den keine andere Ursache gefunden werden konnte.
  4. Wichtige Information über sonstige Bestandteile: Natriumgehalt: Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

2.2.a) Kinder

  • Metamizol-haltige Arzneimittel dürfen generell nicht bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht angewendet werden, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.
  • Für ältere Kinder stehen Tropfen und für Kinder ab 4 Jahren Zäpfchen (der Wirkstärke 300 mg) zur Verfügung.
  • Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.

2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen kann die Ausscheidung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg verzögert sein.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da keine hinreichenden Erfahrungen für den Menschen vorliegen, sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft einnehmen. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und nur, nachdem dieser eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat, einnehmen.

Während des letzten Schwangerschaftsdrittels dürfen Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht einnehmen. Metamizol, der Wirkstoff aus Novaminsulfon Lichtenstein 500mg, hemmt die natürliche Funktion der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation), was besonders bei der Geburt zu vermehrten Blutungen führen könnte.

Außerdem könnte es zu einem vorzeitigen Verschluss eines für das ungeborene Kind wichtigen Blutgefäßes kommen (dieses, der sogenannte Ductus Botalli, verschließt sich natürlicherweise erst nach der Geburt).2.2.d) Stillzeit Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Abbaustoffe von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg gehen in die Muttermilch über; daher dürfen Sie während der Einnahme und bis zu mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht stillen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt.

Vorsichtshalber sollten Sie aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer Beeinträchtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das Führen von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw.

vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Novaminsulfon Lichtenstein 500mg können eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken (Arzneimittel zur Unterdrückung des Abwehrsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung müssen daher Ihre Ciclosporin-Blutspiegel überwacht werden.

  1. Die gleichzeitige Gabe von Metamizol-Natrium und Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw.
  2. Von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen.
  3. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.

Metamizol kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Blutplättchen verringern. Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz anwenden, sollten Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg mit Vorsicht anwenden. Durch Metamizol können die Blutspiegel von Bupropion (zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung) herabgesetzt werden.

  1. Bei gleichzeitiger Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg und Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann bei Ihnen eine starke Erniedrigung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten.
  2. Für die Gruppe der Pyrazolone (zu diesen gehören auch Novaminsulfon Lichtenstein 500mg) ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:
  3. – Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien),
  4. – Captopril (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen),
  5. – Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen),

– Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika, z.B. Triamteren), – Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva). Inwieweit auch Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zu diesen Wechselwirkungen führen, ist nicht bekannt. Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Informieren Sie vor der Durchführung von Laboruntersuchungen Ihren Arzt über die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg, da Metamizol das Ergebnis einiger Methoden beeinflussen kann (z.B. Bestimmung der Blutwerte von Kreatinin, Fetten, HDL-Cholesterol oder Harnsäure).2.4.Bei Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist Novaminsulfon Lichtenstein 500mg anzuwenden? Wenden Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Die Tabletten werden unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen. Es wird empfohlen, die Tropfen (Lösung zum Einnehmen) mit etwas Wasser (etwa ½ Glas) einzunehmen. Die Zäpfchen werden möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingeführt. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht länger als 3 bis 5 Tage anzuwenden, ohne nochmals ausdrücklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg zu reagieren. Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.30 bis 60 Minuten nach Anwendung kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gilt, dass als Einzel-Dosis 8 bis 16 mg Metamizol-Natrium 1 H2O pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden. Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (> 53 kg) können 500 mg bis 1 000 mg pro Einzel-Dosis anwenden. Bei unzureichender Wirkung kann die jeweilige Einzel-Dosis, in Abhängigkeit von der Tagesmaximal-Dosis bis zu 4-mal am Tag gegeben werden.30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und eingeschränkter Kreatinin-clearance sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg verzögert sein kann. Da bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Eliminationsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegen keine Erfahrungen vor. Die Dosierung kann auf das Alter bzw. Körpergewicht abgestimmt werden. Ihr Arzt wird sich im Allgemeinen an den folgenden Empfehlungen orientieren. Grundsätzlich sollte die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden: 3.2.a) 3 bis 11 Monate (5 bis 8 kg) Einzel-Dosis: 50 bis 100 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 300 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.b) 1 bis 3 Jahre (9 bis 15 kg) Einzel-Dosis: 75 bis 250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.c) 4 bis 6 Jahre (16 bis 23 kg) Einzel-Dosis: 125 bis 375 mg mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1125 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 3 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.d) 7 bis 9 Jahre (24 bis 30 kg) Einzel-Dosis: 200 bis 500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.e) 10 bis 12 Jahre (31 bis 45 kg) Einzel-Dosis: 250 bis 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 5 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.f) 13 bis 14 Jahre (46 bis 53 kg) Einzel-Dosis: 375 bis 875 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2625 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 6 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.g) Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre (> 53 kg) Einzel-Dosis: 500 bis 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 4 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.3.Wenn Sie eine größere Menge Novaminsulfon Lichtenstein 500mg angewendet haben, als Sie sollten Bei Gabe zu großer Mengen kann sich dies äußern in z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Einschränkung der Nierenleistung bis hin zum akuten Nierenversagen (z.B. unter dem Bild einer interstitiellen Nephritis) und – seltener – Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Bewusstlosigkeit, Krämpfen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock und Herzrhythmusstörungen (Tachykardie). Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Hinweis: Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Stoffwechselproduktes (Rubazonsäure) eine Rotfärbung des Urins verursachen.3.4. Wenn Sie die Anwendung von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg vergessen haben Wenden Sie Ihr Arzneimittel zum nächsten Anwendungzeitpunkt weiter so an, wie im Abschnitt 3.2 beschrieben oder wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Anwendung einer doppelten Dosis ausgleichen.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Novaminsulfon Lichtenstein 500mg abgebrochen wird Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  • Wie alle Arzneimittel kann Novaminsulfon Lichtenstein 500mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf: Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

  1. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) unter Umständen lebensbedrohlich werden können.
  2. In solchen Fällen dürfen Novaminsulfon Lichtenstein 500mg auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter eingenommen werden.

Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein. Wenn Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, muss die Einnahme von Novaminsulfon Lichtenstein 500mg sofort beendet und das Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild) durch Ihren Arzt kontrolliert werden.

  • Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht gewartet werden, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen.
  • Novaminsulfon Lichtenstein 500mg dürfen auch nicht weiter eingenommen werden, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine mögliche Agranulozytose sein können: – unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (z.B.

Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden),

  1. – wenn das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt,
  2. – wenn es zu schmerzhaften Schleimhautveränderungen kommt, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich.
  3. Mögliche Nebenwirkungen:

4.1.a) Gelegentlich – Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem). – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion), der möglicherweise durch die Arzneimittelwirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion begleitet wird.

Eine solche Reaktion führt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko einer Blutdrucksenkung kann erhöht sein bei abnorm hohem Fieber (Hyperpyrexie). Typische Zeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzjagen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht.4.1.b) Selten – Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen).

Zu den typischen Zeichen leichterer Reaktionen gehören Symptome wie Augenbrennen, Husten, Nasenlaufen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung (besonders im Bereich des Gesichts und Kopfes), Nesselsucht und Schwellungen im Gesichtsbereich sowie seltener Übelkeit und Bauchkrämpfe.

Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge und besonders auf den Handflächen und Fußsohlen. Solche leichteren Reaktionen können in schwerere Formen übergehen mit starker Nesselsucht, schwerem Angioödem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich), schwerem Bronchospasmus (krampfartige Verengung der unteren Atemwege), Herzjagen (manchmal auch zu langsamem Pulsschlag), Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg), Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock.

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Diese Reaktionen können auch noch nach mehrfacher komplikationsloser Anwendung auftreten und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein. Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom äußern sich Überempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen.

Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie). – Hautausschlag (z.B. makulopapulöses Exanthem).4.1.c) Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) – Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang, oder Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Diese Reaktionen sind vermutlich immunologisch bedingt. Sie können auch auftreten, wenn Metamizol bei früheren Gelegenheiten ohne Komplikationen gegeben wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose möglicherweise erhöht sein kann, wenn Novaminsulfon Lichtenstein 500mg länger als eine Woche eingenommen werden.

Die Agranulozytose äußert sich in hohem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entzündung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entzündungen) erhalten, können diese Zeichen allerdings nur schwach ausgeprägt sein.

Nehmen Sie das Schmerzmittel Novalgin? Beachten Sie diese Nebenwirkungen & Tipps zu Novaminsulfon!

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erhöht, während die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder überhaupt nicht vergrößert sind. Typische Zeichen einer Thrombozytopenie sind z.B. eine verstärkte Blutungsneigung und Petechien (punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute).

  • Asthmaanfall (Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege).
  • Großflächige Blasenbildung der Haut und Hautablösung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse).
  • Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen Fällen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge (Oligo- oder Anurie), Ausscheidung von Bluteiweißen im Harn (Proteinurie) bzw.

Entwicklung zu einem akuten Nierenversagen; Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis).4.1.d) Nicht bekannt – Anaphylaktischer Schock. – Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom). – Blutarmut mit gleichzeitiger Störung der Knochenmarkfunktion (aplastische Anämie), Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang.

Anzeichen einer Panzytopenie und einer aplastischen Anämie sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen und Blässe. Durch ein harmloses Abbauprodukt (Rubazonsäure) von Metamizol-Natrium kann eine Rotfärbung Ihres Urins verursacht werden. Außerdem wurde über Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Mögliche Symptome sind: erhöhte Leberenzymwerte (mit oder ohne Ikterus), häufig neben Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis.4.2.Gegenmaßnahmen Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom, Agranulozytose) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. In solchen Fällen darf Metamizol auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter angewendet werden. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Dezember 2020 (7)

: Novaminsulfon Lichtenstein 500mg

Was ist stärker Paracetamol oder Novalgin?

Praktischer Einsatz von Metamizol im Vergleich zu Paracetamol und NSAR – Metamizol ist wie die NSAR stärker analgetisch wirksam als Paracetamol. Metamziol hat ein insgesamt mindestens vergleichbares, möglicherweise sogar besseres Nutzen-Risiko-Profil als die NSAR, Es bietet gegenüber den NSAR bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder der Gefahr von gastrointestinalen Blutungen klare Vorteile, In einer 1998 publizierten Analyse war die geschätzte Mortalitätserhöhung durch eine einwöchige Behandlung mit dem NSAR Diclofenac deutlich grösser (592 Todesfälle/100 Mio. Anwendungen) als jene durch Metamizol (25 Todesfälle) oder Paracetamol (20 Todesfälle), weil Todesfälle aufgrund von Blutungen wesentlich häufiger sind als wegen Agranulozytose, Aufgrund neuer Inzidenzdaten zur Agranulozytose bestätigt sich diese Risikoeinschätzung heute weitgehend, auch wenn neuere Schätzungen leicht höher liegen, In Pflegeheimen in Deutschland werden zum Beispiel Paracetamol und Metamizol bei längerer Anwendung bei älteren Patienten bereits häufiger eingesetzt als NSAR, NSAR sind im Alter (höheres gas­trointestinales Blutungsrisiko, Niereninsuffizienz, steigendes kardiovaskuläres Risiko) mit einem klar zunehmenden Risiko unerwünschter Wirkungen assoziiert, speziell bei längerer Gabe (>1–2 Wochen), Das Risiko einer Agranulozytose unter Metamizol nimmt hingegen bei einer längeren Behandlung (>1–2 Monate) eher ab, Gemäss einer deutschen Expertengruppe könnte Metamizol wegen des besseren Sicherheitsprofils bei einer Langzeitanwendung bei Krebsschmerzen gegenüber den NSAR vorgezogen werden, wobei jedoch direkte Vergleichsstudien dazu fehlen. Bei klar entzündlichen Schmerzen hingegen sind NSAR dem Metamizol aufgrund ihrer zusätzlichen anti­phlogistischen Wirkung vorzuziehen, sofern keine Kontraindikationen für NSAR vorliegen. Gemäss einer Umfrage bei Anästhesisten ist intravenöses Metamizol das am meisten verwendete Nichtopioid-Analgetikum während und nach Opera­tionen,

Wie lange dauert es bis die Wirkung von Novalgin eintritt?

Medikament – Patienteninformation für NOVALGIN 1.Was ist NOVALGIN und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat NOVALGIN? NOVALGIN enthält den Wirkstoff Metamizol, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Pyrazolone. Diese sind schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel.

Metamizol wird üblicherweise in Salzform als Metamizol-Natrium (Monohydrat) angewendet. Metamizol ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es? Metamizol zum Einnehmen gibt es üblicherweise als – Tablette bzw.

Filmtablette mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.

  • – Lösung zum Einnehmen mit 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro ml.
  • Metamizol zum Einführen in den Darm gibt es üblicherweise als
  • – Zäpfchen für Kinder mit 300 mg oder 1 000 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.
  • Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Metamizol wird angewendet zur

  1. Behandlung von
  2. – akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  3. – krampfartigem Leibschmerz (Kolik),
  4. – Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen),
  5. – sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, so weit eine andere Behandlung nicht infrage kommt,
  6. – hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

2.Was müssen Sie vor der Anwendung von NOVALGIN beachten? 2.1.NOVALGIN darf nicht angewendet werden, – wenn Sie allergisch gegen Metamizol oder anderen Pyrazolone (z.B. Phenazon, Propyphenazon) bzw. Pyrazolidine (z.B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind; dies schließt auch Patienten ein, die z.B.

mit einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) nach Anwendung dieser Wirkstoffe reagiert haben, – wenn Sie allergisch gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, – wenn bei Ihnen eine Schmerzmittelunverträglichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp) bekannt ist; dies gilt für Patienten, die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege (Bronchospasmus) oder anderen Überempfindlichkeitserscheinungen, wie Juckreiz, Schnupfen und Schwellungen (Urtikaria, Rhinitis, Angioödem), auf Schmerzmittel wie z.B.

Salicylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren, – wenn bei Ihnen Störungen der Knochenmarksfunktion vorliegen (z.B. nach Behandlung mit Zytostatika, die bei Krebsleiden gegeben werden),

  • – wenn bei Ihnen Erkrankungen der Blutbildung vorliegen (Erkrankungen des hämatopoetischen Systems),
  • – wenn Sie einen angeborenen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene Stoffwechselkrankheit) haben; Grund: Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse),
  • – bei akuter hepatischer Porphyrie (seltene Stoffwechselkrankheit); Grund: Gefahr der Auslösung einer Porphyrie-Attacke,
  • – in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft,
  • – wenn Sie stillen,
  • – von Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.

2.2. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von NOVALGIN ist erforderlich Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie NOVALGIN einnehmen. NOVALGIN enthalten das Pyrazolonderivat Metamizol und besitzen die seltenen, aber lebensbedrohlichen Risiken des Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und der Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

Wenn Sie auf NOVALGIN mit Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktionen) reagieren, sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren. Zeigen Sie auf NOVALGIN allergische oder andere (immunologisch vermittelte) Abwehrreaktionen (z.B. Agranulozytose), sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) zu reagieren.

Wenn bei Ihnen Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, müssen Sie die Anwendung von NOVALGIN sofort abbrechen und umgehend einen Arzt aufsuchen. – Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen) Wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten/Unverträglichkeiten vorliegt, ist die Gefahr des Auftretens möglicherweise schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf NOVALGIN deutlich erhöht: – Unverträglichkeit von Schmerz- und Rheumamitteln, die sich z.B.

Durch Juckreiz und Schwellungen (Urtikaria, Angioödem) äußert (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp, – Atemnotanfälle z.B. durch Verengung der kleinsten Luftwege (Asthma bronchiale), insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Entzündungen der Nase und Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) und Nasenpolypen leiden, – chronische Nesselsucht (Urtikaria), – Überempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z.B.

Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z.B. Benzoate), – Alkoholunverträglichkeit: Schon bei geringen Mengen Alkohol treten Niesen, Augentränen und starke Gesichtsrötung auf. Eine solche Alkoholunverträglichkeit kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Schmerzmittelunverträglichkeit sein.

  • Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen dürfen NOVALGIN nur nach sorgfältiger Abwägung möglicher Risiken gegen den erwarteten Nutzen eingesetzt werden.
  • Werden NOVALGIN in solchen Fällen gegeben, ist der Patient engmaschig ärztlich zu überwachen und Notfallbereitschaft sicherzustellen.

Ein anaphylaktischer Schock kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten. Daher ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit Asthma oder einer Veranlagung zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Atopie). – Schwere Hautreaktionen Bei der Anwendung von Metamizol-Natrium wurden lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet.

  1. – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktionen)
  2. NOVALGIN können einen Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion) auslösen.
  3. Diese Gefahr ist erhöht,

– wenn Sie an niedrigem Blutdruck (vorbestehender Hypotonie), deutlichem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche oder beginnendem Kreislaufversagen (z.B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) leiden, – wenn Sie hohes Fieber haben. Deshalb sind eine sorgfältige Abwägung der Anwendung und eine enge Überwachung sowie gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen (z.B.

  • – Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, sollten NOVALGIN nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.
  • – Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden
  • Es wurden Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Neben erhöhten Leberenzymwerten (mit oder ohne Ikterus) traten häufig Symptome anderer Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis auf.

  1. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt:
  2. – Wenn Sie Frühsymptome erkennen, die auf einen arzneimittelbedingten Leberschaden hinweisen
  3. – Wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Metamizol ein Leberschaden aufgetreten ist, für den keine andere Ursache gefunden werden konnte.
  4. Wichtige Information über sonstige Bestandteile: Natriumgehalt: Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

2.2.a) Kinder

  • Metamizol-haltige Arzneimittel dürfen generell nicht bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht angewendet werden, da kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial über die Anwendung vorliegt.
  • Für ältere Kinder stehen Tropfen und für Kinder ab 4 Jahren Zäpfchen (der Wirkstärke 300 mg) zur Verfügung.
  • Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.

2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen kann die Ausscheidung von NOVALGIN verzögert sein.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Da keine hinreichenden Erfahrungen für den Menschen vorliegen, sollten Sie NOVALGIN nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft einnehmen.
  2. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie NOVALGIN nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und nur, nachdem dieser eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat, einnehmen.

Während des letzten Schwangerschaftsdrittels dürfen Sie NOVALGIN nicht einnehmen. Metamizol, der Wirkstoff aus NOVALGIN, hemmt die natürliche Funktion der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation), was besonders bei der Geburt zu vermehrten Blutungen führen könnte.

Außerdem könnte es zu einem vorzeitigen Verschluss eines für das ungeborene Kind wichtigen Blutgefäßes kommen (dieses, der sogenannte Ductus Botalli, verschließt sich natürlicherweise erst nach der Geburt).2.2.d) Stillzeit Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Abbaustoffe von NOVALGIN gehen in die Muttermilch über; daher dürfen Sie während der Einnahme und bis zu mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme von NOVALGIN nicht stillen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt.

Vorsichtshalber sollten Sie aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer Beeinträchtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das Führen von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw.

vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. NOVALGIN können eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken (Arzneimittel zur Unterdrückung des Abwehrsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung müssen daher Ihre Ciclosporin-Blutspiegel überwacht werden.

  1. Die gleichzeitige Gabe von Metamizol-Natrium und Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw.
  2. Von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen.
  3. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.

Metamizol kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Blutplättchen verringern. Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz anwenden, sollten Sie NOVALGIN mit Vorsicht anwenden. Durch Metamizol können die Blutspiegel von Bupropion (zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung) herabgesetzt werden.

  1. Bei gleichzeitiger Anwendung von NOVALGIN und Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann bei Ihnen eine starke Erniedrigung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten.
  2. Für die Gruppe der Pyrazolone (zu diesen gehören auch NOVALGIN) ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:
  3. – Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien),
  4. – Captopril (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen),
  5. – Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen),

– Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika, z.B. Triamteren), – Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva). Inwieweit auch NOVALGIN zu diesen Wechselwirkungen führen, ist nicht bekannt. Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Informieren Sie vor der Durchführung von Laboruntersuchungen Ihren Arzt über die Anwendung von NOVALGIN, da Metamizol das Ergebnis einiger Methoden beeinflussen kann (z.B. Bestimmung der Blutwerte von Kreatinin, Fetten, HDL-Cholesterol oder Harnsäure).2.4.Bei Anwendung von NOVALGIN zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von NOVALGIN sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist NOVALGIN anzuwenden? Wenden Sie NOVALGIN immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Die Tabletten werden unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen. Es wird empfohlen, die Tropfen (Lösung zum Einnehmen) mit etwas Wasser (etwa ½ Glas) einzunehmen. Die Zäpfchen werden möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingeführt. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht länger als 3 bis 5 Tage anzuwenden, ohne nochmals ausdrücklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf NOVALGIN zu reagieren. Für Kinder ist bei Fieber eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.30 bis 60 Minuten nach Anwendung kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gilt, dass als Einzel-Dosis 8 bis 16 mg Metamizol-Natrium 1 H2O pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden. Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (> 53 kg) können 500 mg bis 1 000 mg pro Einzel-Dosis anwenden. Bei unzureichender Wirkung kann die jeweilige Einzel-Dosis, in Abhängigkeit von der Tagesmaximal-Dosis bis zu 4-mal am Tag gegeben werden.30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und eingeschränkter Kreatinin-clearance sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von NOVALGIN verzögert sein kann. Da bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Eliminationsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegen keine Erfahrungen vor. Die Dosierung kann auf das Alter bzw. Körpergewicht abgestimmt werden. Ihr Arzt wird sich im Allgemeinen an den folgenden Empfehlungen orientieren. Grundsätzlich sollte die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden: 3.2.a) 3 bis 11 Monate (5 bis 8 kg) Einzel-Dosis: 50 bis 100 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 300 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.b) 1 bis 3 Jahre (9 bis 15 kg) Einzel-Dosis: 75 bis 250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.2.c) 4 bis 6 Jahre (16 bis 23 kg) Einzel-Dosis: 125 bis 375 mg mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1125 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 3 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.d) 7 bis 9 Jahre (24 bis 30 kg) Einzel-Dosis: 200 bis 500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 1500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.e) 10 bis 12 Jahre (31 bis 45 kg) Einzel-Dosis: 250 bis 750 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2250 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 5 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.f) 13 bis 14 Jahre (46 bis 53 kg) Einzel-Dosis: 375 bis 875 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 2 000 bis 2625 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 6 Zäpfchen der Wirkstärke 300 mg.3.2.g) Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre (> 53 kg) Einzel-Dosis: 500 bis 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 1 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg. Tagesmaximal-Dosis: bis zu 4 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O oder 4 Zäpfchen der Wirkstärke 1 000 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.3.3.Wenn Sie eine größere Menge NOVALGIN angewendet haben, als Sie sollten Bei Gabe zu großer Mengen kann sich dies äußern in z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Einschränkung der Nierenleistung bis hin zum akuten Nierenversagen (z.B. unter dem Bild einer interstitiellen Nephritis) und – seltener – Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Bewusstlosigkeit, Krämpfen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock und Herzrhythmusstörungen (Tachykardie). Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Hinweis: Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Stoffwechselproduktes (Rubazonsäure) eine Rotfärbung des Urins verursachen.3.4. Wenn Sie die Anwendung von NOVALGIN vergessen haben Wenden Sie Ihr Arzneimittel zum nächsten Anwendungzeitpunkt weiter so an, wie im Abschnitt 3.2 beschrieben oder wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Anwendung einer doppelten Dosis ausgleichen.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit NOVALGIN abgebrochen wird Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  • Wie alle Arzneimittel kann NOVALGIN Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie NOVALGIN nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf: Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. In solchen Fällen dürfen NOVALGIN auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter eingenommen werden.

Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein. Wenn Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, muss die Einnahme von NOVALGIN sofort beendet und das Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild) durch Ihren Arzt kontrolliert werden.

  1. Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht gewartet werden, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen.
  2. NOVALGIN dürfen auch nicht weiter eingenommen werden, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine mögliche Agranulozytose sein können: – unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (z.B.
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Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden),

  1. – wenn das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt,
  2. – wenn es zu schmerzhaften Schleimhautveränderungen kommt, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich.
  3. Mögliche Nebenwirkungen:

4.1.a) Gelegentlich – Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem). – Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion), der möglicherweise durch die Arzneimittelwirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion begleitet wird.

Eine solche Reaktion führt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko einer Blutdrucksenkung kann erhöht sein bei abnorm hohem Fieber (Hyperpyrexie). Typische Zeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzjagen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht.4.1.b) Selten – Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen).

Zu den typischen Zeichen leichterer Reaktionen gehören Symptome wie Augenbrennen, Husten, Nasenlaufen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung (besonders im Bereich des Gesichts und Kopfes), Nesselsucht und Schwellungen im Gesichtsbereich sowie seltener Übelkeit und Bauchkrämpfe.

  1. Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge und besonders auf den Handflächen und Fußsohlen.
  2. Solche leichteren Reaktionen können in schwerere Formen übergehen mit starker Nesselsucht, schwerem Angioödem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich), schwerem Bronchospasmus (krampfartige Verengung der unteren Atemwege), Herzjagen (manchmal auch zu langsamem Pulsschlag), Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg), Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock.

Diese Reaktionen können auch noch nach mehrfacher komplikationsloser Anwendung auftreten und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein. Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom äußern sich Überempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen.

  • Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie).
  • Hautausschlag (z.B.
  • Makulopapulöses Exanthem).4.1.c) Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) – Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang, oder Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Diese Reaktionen sind vermutlich immunologisch bedingt. Sie können auch auftreten, wenn Metamizol bei früheren Gelegenheiten ohne Komplikationen gegeben wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose möglicherweise erhöht sein kann, wenn NOVALGIN länger als eine Woche eingenommen werden.

  1. Die Agranulozytose äußert sich in hohem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entzündung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich.
  2. Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entzündungen) erhalten, können diese Zeichen allerdings nur schwach ausgeprägt sein.

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erhöht, während die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder überhaupt nicht vergrößert sind. Typische Zeichen einer Thrombozytopenie sind z.B. eine verstärkte Blutungsneigung und Petechien (punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute).

  • Asthmaanfall (Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege).
  • Großflächige Blasenbildung der Haut und Hautablösung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse).
  • Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen Fällen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge (Oligo- oder Anurie), Ausscheidung von Bluteiweißen im Harn (Proteinurie) bzw.

Entwicklung zu einem akuten Nierenversagen; Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis).4.1.d) Nicht bekannt – Anaphylaktischer Schock. – Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom). – Blutarmut mit gleichzeitiger Störung der Knochenmarkfunktion (aplastische Anämie), Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang.

Anzeichen einer Panzytopenie und einer aplastischen Anämie sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen und Blässe. Durch ein harmloses Abbauprodukt (Rubazonsäure) von Metamizol-Natrium kann eine Rotfärbung Ihres Urins verursacht werden. Außerdem wurde über Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens (drug induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol berichtet (AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 72).

Die Leberschäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf. Mögliche Symptome sind: erhöhte Leberenzymwerte (mit oder ohne Ikterus), häufig neben Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Blutbildveränderungen, Fieber, Eosinophilie sowie Merkmale einer Autoimmunhepatitis.4.2.Gegenmaßnahmen Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z.B.

  1. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom, Agranulozytose) unter Umständen lebensbedrohlich werden können.
  2. In solchen Fällen darf Metamizol auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter angewendet werden.
  3. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung für die Erholung sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Dezember 2020 (7)

: NOVALGIN

Ist Novaminsulfon auch entzündungshemmend?

Medikamente mit Novaminsulfon – Es gibt auf dem deutschen Markt viele verschiedene Medikamente mit Metamizol, als Tropfen, Tabletten, Zäpfchen und Injektionslösung, Nachfolgend sind einige der am häufigsten online gesuchten Medikamente mit dem Wirkstoff Novaminsulfon und Beipackzettel aufgelistet. Metamizol Zentiva, Novaminsulfon Lichtenstein

Metamizol Zentiva 500 mg Filmtabletten ► Beipackzettel Metamizol Zentiva 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon 500 mg Lichtenstein, 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon 1000 mg Lichtenstein, Zäpfchen ► Beipackzettel Novaminsulfon injekt 1000 mg Lichtenstein, Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon injekt 2500 mg Lichtenstein, Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon Lichtenstein 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: Zentiva Pharma GmbH

Novaminsulfon-ratiopharm® 1 g/2 ml Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 2,5 g/5 ml Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: ratiopharm GmbH

Novaminsulfon – 1 A Pharma® Tropfen 500 mg/ml ► Beipackzettel Novaminsulfon 500 – 1 A Pharma® Filmtabletten ► Beipackzettel

Hersteller: 1 A Pharma GmbH

Metamizol HEXAL® 500 mg Filmtabletten ► Beipackzettel Metamizol HEXAL® 500 mg/ml Injektionslösung ► Beipackzettel Metamizol HEXAL® 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen ► Beipackzettel

Hersteller: Hexal AG

Metamizol Aristo 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung ► Beipackzettel Metamizol Aristo® 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: Aristo Pharma GmbH Weitere bekannte Medikamente mit Metamizol Im Jahr 2009 wies das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Rote Hand Brief ausdrücklich darauf hin, dass Metamizol nur für die Behandlung bestimmter starker Schmerzen zugelassen ist.

Weiterhin werden die lebensbedrohlichen Nebenwirkungen hervorgerufen. Auslöser war eine zu häufige ärztliche Verordnung von Medikamenten mit Metamizol. Metamizol, auch als Novaminsulfon bezeichnet, ist ein Inhaltsstoff in vielen Schmerzmitteln. Metamizol wird im Körper aktiviert und wirkt dann sehr effektiv gegen starke Schmerzen, Fieber und Krämpfe.

Metamizol ist rezeptpflichtig und sollte erst nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden, da es zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen kann. Was ist Metamizol 500 mg? Metamizol bzw. Novaminsulfon hat schmerzstillende (analgetische), fiebersenkende (antipyretische) und krampflösende (spasmolytische) Wirkung.

Weiterhin wirkt Metamizol schwach entzündungshemmend (antiphlogistisch). Metamizol 500 mg bezeichnet die Dosierung des Wirkstoffes, also entweder Tabletten mit je 500 mg Metamizol oder Tropfen, welche 500 mg Metamizol pro ml enthalten. Wie viel Novaminsulfon am Tag? Die maximale Einzeldosis für Erwachsene beträgt 1.000 mg Novanimsulfon.

Einzeldosen sollten mit einem Abstand von mindestens 6 Stunden eingenommen werden. Die maximale Tageshöchstdosis von Novaminsulfon ist 4.000 mg. Das entspricht beispielsweise alle 6 Stunden 2 Tabletten mit 500 mg Novaminsulfon. Wie bei allen Medikamenten sollte stets die niedrigstmögliche Dosierung gewählt werden.

Novaminsulfon 500 mg wofür? Novaminsulfon, auch Metamizol genannt, wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und krampflösend. Novaminsulfon wird u.a. eingesetzt bei starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken, Tumorschmerzen und hohem Fieber (wenn andere Medikamente nicht wirken). Wie gefährlich ist Metamizol? Metamizol hat, wie alle Medikamente, einige Nebenwirkungen.

Die gefährlichste Nebenwirkung von Metamizol ist Agranulozytose, eine starke und lebensbedrohliche Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Granulozyten). Hauptsymptome sind Verschlechterung des Allgemeinzustandes, anhaltendes oder neu auftretendes Fieber sowie schmerzhafte Schleimhautveränderungen.

Wie lange hält die Wirkung von Novalgin an?

Pharmakokinetik – Metamizol zählt zu den sogenannten Pro-Drugs. Im Verdauungstrakt wird es bei oraler Gabe nichtenzymatisch zu 4-Methylaminophenazon hydrolysiert. Die Bioverfügbarkeit von 4-Methylaminophenazon beträgt zwischen 83 und 90%. Der aktive Metabolit wird vollständig im Verdauungstrakt resorbiert und unter anderem zum ebenfalls aktiven 4-Aminophenazon weiter metabolisiert.

Wie viel Novaminsulfon 500 darf man am Tag nehmen?

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die über 53 kg wiegen) können bis zu 1000 mg Metamizol pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in Abständen von 6–8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis beträgt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).

Kann man Novaminsulfon jeden Tag einnehmen?

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (> 53 kg) können bis zu 1000 mg pro Einzeldosis einnehmen. In Abhängigkeit von der Tagesmaximaldosis kann eine Einzeldosis bis zu 4-mal am Tag in Abständen von 6–8 Stunden eingenommen werden.

Bei welchen Schmerzen hilft Novalgin nicht?

Wo wirkt Metamizol gut, wo nicht? – Sehr gut wirkt es wegen seiner entkrampfenden Eigenschaften gegen den Eingeweideschmerz, der zum Beispiel bei Gallen- oder Nierenkoliken auftritt. Doch zugelassen ist es nur für akute, starke Schmerzen nach Operationen oder Verletzungen, Kolikschmerzen und Tumorschmerzen.

  1. Bei allen anderen Schmerzen oder Fieber ist es nur angezeigt, wenn andere Maßnahmen nicht wirken oder kontraindiziert sind.
  2. Morbus Bechterew tritt meist in jungen Lebensjahren auf, die Polymalgia Rheumatica dagegen erst viel später.
  3. Auf dem Patiententag des Kooperativen Rheumazentrums Münsterland e.V.

war darüber mehr. Damit wird deutlich, warum Novalgin nicht als Mittel für und gegen alles in die Hausapotheke gehört und der oben erwähnte Patient für seine Situation mit Paracetamol oder Ibuprofen besser bedient ist. Warum aber gibt es so viele Einschränkungen bei diesem scheinbar so guten Schmerzmittel? Denn meist wird das Mittel gut vertragen.

Wie wirkt Novalgin auf die Psyche?

Gefährliche Schmerztherapie: Metamizol wird häufiger verschrieben als erlaubt Jahrbuch Sucht 2015 Schmerztherapie: Metamizol zählt zu den gefährlichsten Schmerzmitteln. Es ist wesentlicher Bestandteil von Analgin, Berlosin, Minalgin, Nopain, Novalgin, Novaminsulfon, Nolatil.

In vielen Ländern wurde Metamizol verboten, in den deutschsprachigen Ländern ist es eingeschränkt zugelassen. Dennoch verschreiben deutsche Ärzte kein Schmerzmittel so oft wie Metamizol, kritisiert Professor Dr. Gerd Glaeske im aktuellen Jahrbuch Sucht. Zu den psychischen Wirkungen zählen Angst, Delirium, Depression, Erregtheit, Halluzinationen, Konzentrationsschwäche, Sprachstörungen, Verwirrtheit.

Am schwersten wiegt das Risiko einer Agranulozytose: Die Bildung bestimmter Blutkörperchen (Granulozyten) im Knochenmark kann behindert werden, u.U. mit Todesfolge. Zusätzlich löst Metamizol gelegentlich Aplastische Anämien (Blutarmut) oder Überempfindlichkeitsreaktionen aus.

Glaeske: Die Substanz “ist lediglich zugelassen bei starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, bei Koliken, Tumorschmerzen sowie sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere therapeutische Maßnahmen kontraindiziert sind, sowie bei hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

Da Metamizol in unserer Analyse nicht nur das am häufigsten veordnete Schmerzmittel, sondern auch der insgesamt am häufigsten in Pflegeheimen verschriebene Wirkstoff ist, muss kritisch hinterfragt werden, ob Metamizol vor dem Hintergrund der eingeschränkten Indikationen in vielen Fällen ´off label´ angewendet wird.

Literatur:

: Gefährliche Schmerztherapie: Metamizol wird häufiger verschrieben als erlaubt

Kann man Ibuprofen 600 mit Novaminsulfon zusammen nehmen?

Frage aus der Praxis: » Von mehreren hiesigen Arztpraxen wird gleichzeitig Ibuprofen 600 (oder 800) mit Novaminsulfon 500 verordnet. Dosierung zusammen je drei- bis viermal eine Tablette.

Was passiert wenn man zu viel Novaminsulfon nimmt?

Wenn Sie eine größere Menge von Novaminsulfon – ratiopharm® 500 mg/ml Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten Zeichen einer Überdosierung sind: – Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen – verringerte Nierenfunktion bis zu akutem Nierenversagen – Schwindel, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit – Krämpfe – Blutdruckabfall bis

Ist Novaminsulfon ein Opiat?

Der Begriff Analgetika ist ein anderer Ausdruck für Schmerzmittel. Grundsätzlich unterscheiden wir 2 große Gruppen der Analgetika, nämlich die Opiat- von den Nicht-Opiat-Analgetika. Zu den Nicht-Opiat-Schmerzmitteln gehören entzündungshemmende Medikamente wie z.B.

Diclofenac und Ibuprofen sowie die Coxibe, die sich, im Gegensatz zu den älteren Rheumamitteln wie Diclofenac und anderen, durch eine bessere Magen-Darm Verträglichkeit auszeichnen. Eigentlich sind die genannten Medikamente keine Schmerzmittel, sondern vielmehr Entzündungshemmer. Das bedeutet, dass die Hauptwirkung dieser Medikamente darin besteht, dass sie eine Entzündung dämpfen und auf diese Weise den Schmerz indirekt lindern.

Ist aber keine Schmerzreaktion vorhanden, so können diese Medikamente nicht wirksam sein! Eine längerfristige Einnahme dieser Medikamentengruppe sollte bei Nebenwirkungen auf Nierenfunktion, Blutdruck und Schleimhautveränderungen sorgfältig abgewogen werden und kommt in der Behandlung chronischer Schmerzen eher selten in Betracht.

  1. Als weiteres Nicht-Opiat-Schmerzmittel steht Metamizol (Novaminsulfon) u.a.
  2. Als entkrampfendes Medikament zur Verfügung.
  3. Paracetamol spielt in der Schmerztherapie eine eher untergeordnete Rolle.
  4. Zu den sog.
  5. Opioiden Schmerzmitteln zur Linderung von Schmerzen mittelstarker Intensität zählen Tramadol und Tilidin.

Es handelt sich hierbei um eher schwach wirksame, künstliche Opiate. Zu den Opiat-Schmerzmitten zur Linderung von Schmerzen von hoher Intensität zählen die Morphinabkömmlinge. Zur Zeit stehen Morphin, Hydromorphon, Oxycodon und in Pflasterform Fentanyl und Buprenorphin zur Verfügung.

Zu beachten ist aber dabei, dass nicht alle Schmerzformen durch Opiate beeinflussbar sind. Entzündungsbedingte Schmerzen reagieren gar nicht auf diese Medikamente, Nervenschmerzen nur teilweise. Im Zweifelsfalle kann eine Testinfusion mit Opiaten über die Ansprechbarkeit der Schmerzen auf diese Analgetika Aufschluss geben.

Hauptnebenwirkungen der Opiate Medikamente sind Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen können mit Antiemetika (Medikamenten gegen Übelkeit/Erbrechen) und Laxantien (Medikamente gegen Verstopfung) behandelt werden. Die genannten Medikamente gegen Übelkeit sind meist nur in den ersten 2-3 Wochen der Behandlung, die Mittel gegen Verstopfung allerdings auch oft über längere Zeiträume erforderlich.

  1. Bei chronischen Schmerz ist die Gabe von sog.
  2. Retardierten Opiate die Therapieform der Wahl.
  3. Diese Medikamente wirken im Gegensatz zu den sog.
  4. Unretardierten Formen deutlich länger, benötigen aber auch längere Zeit, um im Körper wirksam werden zu können.
  5. Daher sind sie nicht als Medikamente “bei Bedarf” gedacht.

Unretardierte Präparate können bei regelmäßigem Gebrauch zu Abhängigkeit bzw. Sucht führen und kommen daher in der Therapie chronischer Schmerzen nur als sog. “on-top-Medikation” vor. Hierunter versteht man die Gabe eines schnellwirksamen Opiates bei besonderen Belastungssituation zusätzlich zu dem retardierten Präparat.

Warum ist Novalgin verboten?

Wegen der Nebenwirkungen ist der Wirkstoff Metamizol in mehreren Ländern Europas, den USA und Japan verboten. Die gefürchtetste Nebenwirkung ist die Agranulozytose, eine schwere Störung der Blutbildung im Knochenmark, bei der zu wenig weisse Blutkörperchen entstehen.

Warum ist Novalgin in USA verboten?

Lebensbedrohliche Nebenwirkung So ist Metamizol etwa in den USA, Grossbritannien, Frankreich, Schweden oder Japan heute verboten. Der Grund: In seltenen Fällen kann das Medikament eine lebensbedrohliche Nebenwirkung auslösen.

Warum ist Novalgin umstritten?

Gefährliche Nebenwirkungen – Der Bremer Pharmakologe Gerd Glaeske, Hauptautor des Arzneimittelreports, spricht von einer “gefährlichen Renaissance eines Schmerzmittels”. Denn der Wirkstoff hat gefährliche Nebenwirkungen: Metamizol kann eine allergische Schockreaktion auslösen, die tödlich enden kann.

  • Bedrohlicher ist aber etwas anderes: Die Substanz kann die Bildung der weißen Blutkörperchen, einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems, zum Erliegen bringen.
  • Ist ihre Zahl stark vermindert, sprechen Ärzte von einer Agranulozytose.
  • Der Körper kann dann Infektionen, selbst eine banale Entzündung des Rachens, nicht mehr abwehren.

Die Zellbildung ist gestört, Patienten können daran sterben. Das Fatale: Patienten merken nicht, dass ihnen weiße Blutkörperchen fehlen. Und wer geht schon wegen Halsschmerzen sofort zum Arzt? Je länger Betroffene aber warten, desto schlechter fällt die Prognose aus.

Wie viel Novaminsulfon 500 darf man am Tag nehmen?

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die über 53 kg wiegen) können bis zu 1000 mg Metamizol pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in Abständen von 6–8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis beträgt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).

Was macht Novaminsulfon mit dem Körper?

NOVAMINSULFON 500-1A Pharma Filmtabletten – Beipackzettel PZN: 06444011 Packungsgröße: 10 Stück (N1) Abgabeform: Rezeptpflichtig Darreichungsform: Filmtabletten Wie Schnell Wirkt Novaminsulfon Anbieter: 1A Pharma GmbH Holzkirchen weitere Artikel zum Thema In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über “NOVAMINSULFON 500-1A Pharma Filmtabletten” zu erfahren.

  • Starke Schmerzen
  • Starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen
  • Tumorschmerzen
  • Kolik
  • Hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Allgemeine Dosierungsempfehlung:

  • Jugendliche ab 15 Jahren und über 53 kg Körpergewicht und Erwachsene
    • Einzeldosis: 1-2 Tabletten
    • Gesamtdosis: 1-4 mal täglich
    • Zeitpunkt: im Abstand von 6-8 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
  • Höchstdosis: Eine Dosis von 8 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
  • Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
  • Patienten mit einer Leber- und Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ist Novaminsulfon auch entzündungshemmend?

Medikamente mit Novaminsulfon – Es gibt auf dem deutschen Markt viele verschiedene Medikamente mit Metamizol, als Tropfen, Tabletten, Zäpfchen und Injektionslösung, Nachfolgend sind einige der am häufigsten online gesuchten Medikamente mit dem Wirkstoff Novaminsulfon und Beipackzettel aufgelistet. Metamizol Zentiva, Novaminsulfon Lichtenstein

Metamizol Zentiva 500 mg Filmtabletten ► Beipackzettel Metamizol Zentiva 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon 500 mg Lichtenstein, 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon 1000 mg Lichtenstein, Zäpfchen ► Beipackzettel Novaminsulfon injekt 1000 mg Lichtenstein, Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon injekt 2500 mg Lichtenstein, Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon Lichtenstein 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: Zentiva Pharma GmbH

Novaminsulfon-ratiopharm® 1 g/2 ml Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 2,5 g/5 ml Injektionslösung ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg/ml Tropfen ► Beipackzettel Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: ratiopharm GmbH

Novaminsulfon – 1 A Pharma® Tropfen 500 mg/ml ► Beipackzettel Novaminsulfon 500 – 1 A Pharma® Filmtabletten ► Beipackzettel

Hersteller: 1 A Pharma GmbH

Metamizol HEXAL® 500 mg Filmtabletten ► Beipackzettel Metamizol HEXAL® 500 mg/ml Injektionslösung ► Beipackzettel Metamizol HEXAL® 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen ► Beipackzettel

Hersteller: Hexal AG

Metamizol Aristo 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung ► Beipackzettel Metamizol Aristo® 500 mg Tabletten ► Beipackzettel

Hersteller: Aristo Pharma GmbH Weitere bekannte Medikamente mit Metamizol Im Jahr 2009 wies das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Rote Hand Brief ausdrücklich darauf hin, dass Metamizol nur für die Behandlung bestimmter starker Schmerzen zugelassen ist.

Weiterhin werden die lebensbedrohlichen Nebenwirkungen hervorgerufen. Auslöser war eine zu häufige ärztliche Verordnung von Medikamenten mit Metamizol. Metamizol, auch als Novaminsulfon bezeichnet, ist ein Inhaltsstoff in vielen Schmerzmitteln. Metamizol wird im Körper aktiviert und wirkt dann sehr effektiv gegen starke Schmerzen, Fieber und Krämpfe.

Metamizol ist rezeptpflichtig und sollte erst nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden, da es zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen kann. Was ist Metamizol 500 mg? Metamizol bzw. Novaminsulfon hat schmerzstillende (analgetische), fiebersenkende (antipyretische) und krampflösende (spasmolytische) Wirkung.

  1. Weiterhin wirkt Metamizol schwach entzündungshemmend (antiphlogistisch).
  2. Metamizol 500 mg bezeichnet die Dosierung des Wirkstoffes, also entweder Tabletten mit je 500 mg Metamizol oder Tropfen, welche 500 mg Metamizol pro ml enthalten.
  3. Wie viel Novaminsulfon am Tag? Die maximale Einzeldosis für Erwachsene beträgt 1.000 mg Novanimsulfon.

Einzeldosen sollten mit einem Abstand von mindestens 6 Stunden eingenommen werden. Die maximale Tageshöchstdosis von Novaminsulfon ist 4.000 mg. Das entspricht beispielsweise alle 6 Stunden 2 Tabletten mit 500 mg Novaminsulfon. Wie bei allen Medikamenten sollte stets die niedrigstmögliche Dosierung gewählt werden.

Novaminsulfon 500 mg wofür? Novaminsulfon, auch Metamizol genannt, wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und krampflösend. Novaminsulfon wird u.a. eingesetzt bei starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken, Tumorschmerzen und hohem Fieber (wenn andere Medikamente nicht wirken). Wie gefährlich ist Metamizol? Metamizol hat, wie alle Medikamente, einige Nebenwirkungen.

Die gefährlichste Nebenwirkung von Metamizol ist Agranulozytose, eine starke und lebensbedrohliche Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Granulozyten). Hauptsymptome sind Verschlechterung des Allgemeinzustandes, anhaltendes oder neu auftretendes Fieber sowie schmerzhafte Schleimhautveränderungen.

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