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Wem Begegnete Der Auferstandene Jesus Laut Bibel Zuerst?

Ostern : Wo ist Jesus nach der Auferstehung hin? Artikel bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 3.29577 von 5 bei 71 abgegebenen Stimmen. Im Markusevangelium steht: “Das Grab war leer.” Wohin Jesus gegangen ist, darüber verliert die Bibel nur wenige Worte: Im Matthäusevangelium ist die Rede davon, dass Maria und Jesus treffen. Davon ist auch im Johannesevangelium die Rede. Außerdem ist dort auch zu lesen, wie der Auferstandene zu ihnen kommt.

  1. Was Jesus in den 40 Tagen zwischen Ostern und seiner Himmelfahrt gemacht hat, davon ist nichts überliefert – eben nur, dass er 40 Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist und jetzt zur Rechten Gottes sitzt.
  2. So steht es jedenfalls im christlichen Glaubensbekenntnis.
  3. Eine andere Theorie geht davon aus, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hat und mit Maria Magdalena nach Indien abgehauen ist, wo er dann letztendlich auch begraben wurde.

Diese Idee ist bei Esoterikern verbreitet. Und sogar einige Muslime glauben daran, die heute noch sein angebliches Grab in Kaschmir bewachen. Wieder andere Theorien gehen davon aus, dass Jesu Leiche doch verschwunden ist. Entweder weil sie von Schakalen aufgefressen wurde oder von seinen Jüngern heimlich beigesetzt wurde.

Wer hat zuerst von der Auferstehung erfahren?

Das erste Zeugnis der Auferstehung am Ostermorgen kam von Maria Magdalena – aber die männlichen Zeugen wurden bevorzugt: Jesus liebte auch die Frauen | ZEIT ONLINE.

Welcher Apostel glaubte nicht an die Auferstehung?

Ein philippinischer Laienkünstler entwirft seine Vision von Christus. (Bild: Keystone/ AP/ Bullet Marquez) – Die Botschaft klingt sperriger denn je: Jesus Christus ist auferstanden. Wer das glaubt, scheint sich eine Spur kindlichen Wunschdenkens erhalten und einen Winkel im Herzen bewahrt zu haben, auf den die Vernunft keinen Zugriff hat.

Wer war diese Maria die Jesu fuesse salbte?

Die Darstellung in den Evangelien – Erwähnt wird Maria von Bethanien in biblischen Erzählungen im 10. Kapitel des Lukasevangeliums sowie im 11. Kapitel des Johannesevangeliums, Beide Darstellungen zeigen Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede (siehe Martha von Bethanien ).

Die Überlieferung der katholischen Kirche hat Maria von Bethanien zuweilen mit Maria Magdalena gleichgesetzt, außerdem mit jener „Sünderin”, die nach dem Lukasevangelium Jesus die Füße wusch, als er bei dem Pharisäer Simon zu Gast war ( Lk 7,37–50 EU ). Dies liegt wohl daran, dass nach dem Johannesevangelium ( Joh 11,1–2 EU ) ( Joh 12,1–3 EU ) auch Maria von Bethanien Jesu Füße salbte.

Sie wird dabei aber nicht als Sünderin bezeichnet.

Hat Jesus ein Kind?

Die Kindersegnung ist eine biblische Erzählung: Die Synoptiker berichten übereinstimmend, dass Kinder zu Jesus gebracht wurden. Die Jünger Jesu stellen sich diesem Begehren in den Weg, was jedoch von Jesus massiv getadelt wird. In diesem Zusammenhang fällt das bekannte Jesus-Wort: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes,

Welcher Jünger zweifelte an der Auferstehung?

Thomas als Zweifler – Zunächst wird an Thomas, auf der Grundlage seiner persönlichen Beziehung zu Jesus, der Weg zum bekennenden Glauben an den Sohn Gottes veranschaulicht. Im Johannesevangelium heißt es ( Joh 20,19–29 EU ): „Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.

  1. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
  2. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
  3. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

  1. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei.
  2. Die Türen waren verschlossen.
  3. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du.

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.” Auf diese Perikope geht die pejorativ verwendete Bezeichnung „ungläubiger Thomas” zurück, weil dieser an der Auferstehung Jesu zunächst zweifelte, bis er selbst die Wundmale des Auferstandenen sah.

Hat Thomas Jesus berührt?

Der “Ungläubige Thomas” von Caravaggio – “Er sah und berührte lebendiges Fleisch” Archiv Der “Ungläubige Thomas” ist eins der berühmtesten Gemälde von Caravaggio. Im Zentrum steht Jesus, der sein Wundmal zeigt. Thomas sticht mit seinem Zeigefinger weit hinein in diese Wunde.

Für Hirn, Herz und Ohr – die Reportagen und Feature dieser Sendereihe wollen unterhalten und informieren. Vertiefen. Mal aktuell, mal hintergründig, aber immer relevant – egal ob es um Ernst Blocks Religionsphilosophie geht oder um die Angst islamischer Extremisten vor Homosexualität.

Wem Begegnete Der Auferstandene Jesus Laut Bibel Zuerst Der ungläubige Thomas des Malers Caravaggio (dpa / picture alliance / Tobias Kleinschmidt) Tief, unerträglich tief, ist der rechte Zeigefinger in die Seitenwunde eingedrungen. Sein Druck hat den Wundrand hochgeschoben und lidförmig aufgewölbt. Kein Blut fließt, kein Sekret tritt aus, totenblass das offene Fleisch, in dessen Inneres Thomas mit dreistem Finger vorgedrungen ist.

Der “Ungläubige Thomas” ist eins der berühmtesten Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio. Das 107 x 146 cm große Bild hängt heute in der Bildergalerie im Park des Schlosses Sanssouci in Potsdam. Es dürfte zwischen 1601 und 1603 entstanden sein. Der 30-jährige Maler lebte seit längerem in Rom, wo er verschiedene Förderer gefunden hatte – etwa den kunstsinnigen Kardinal Francesco Maria Del Monte.

Der mit ihm befreundete Kunstsammler Vincenzo Giustiniani soll das Gemälde in Auftrag gegeben haben. Das helle Gewand, das wie ein antiker Philosophenmantel rechts über Schulter und Arm drapiert ist, hat Jesus mit seiner rechten Hand zur Seite gezogen.

  • Er legt so sein Wundmal frei.
  • Für eine handgreifliche Untersuchung: Thomas sticht mit dem Zeigefinger weit hinein in die Wunde.
  • Als wäre es keine Untersuchung, sondern eine Vergewaltigung” Der Altphilologe Glenn Most spitzt diesen Eindruck zu: “Thomas’ inquisitorische Handgreiflichkeit erhält so einen Einschlag von Derbheit, Ungestüm, ja, fast von Brutalität.

Es ist, als wären wir nicht Zeugen einer Untersuchung, sondern einer Vergewaltigung.” Im scharfen Kontrast dazu die Haltung Jesu. Er hat nicht nur bereitwillig seine Seitenwunde bloßgelegt, mit seiner Linken hält er zudem Thomas’ Handgelenk umfasst und führt dessen Hand sanft, aber bestimmt an seine Wunde.

Den Kopf hat Jesus nach unten geneigt und blickt auf das Geschehen. Ergebenheit, Nachsicht und Geduld sprechen aus seinen Zügen. Mit aufgerissenen Augen und steil hochgezogenen Stirnfalten hingegen Thomas. Weit nach vorne gebeugt, beobachtet er angestrengt, wie sein rechter Zeigefinger in Jesu Seitenwunde eindringt.

In der bildnerischen Tradition stellt Caravaggios “Ungläubiger Thomas” die bei weitem suggestivste und im wahrsten Sinne eindringlichste Umsetzung der bekannten Thomasgeschichte aus dem “Johannesevangelium” dar. Seine Darstellung ist ganz und gar konzentriert auf die Wundberührung durch Thomas, auf den taktilen Beweis, den der ungläubige Jünger fordert, um an die Auferstehung Jesu zu glauben.

  • Das “Johannesevangelium” ist das einzige der vier Evangelien des Neuen Testaments, das Thomas’ Ungläubigkeit schildert.
  • Von einer Wundberührung ist darin nicht die Rede.
  • So heißt es dort: “Nach acht Tagen waren die Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei.
  • Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt.

Selig, die nicht sehen und doch glauben.” Eine falsche Darstellung? Damit endet die Passage. Seltsam jedoch ist nicht nur, dass der Text mitnichten davon spricht, dass Thomas Jesus berührt hat, seltsam ist es zudem, dass “just das einzige, was die meisten Menschen über den ungläubigen Thomas zu wissen glauben, nämlich dass er die Finger in Jesu Wunden steckte, nach dem Text des Johannesevangeliums falsch ist”, betont der Altphilologe Glenn Most.

Tatsächlich ist Thomas für uns derjenige, der seinen Glaubenszweifel nur durch Berührung zu überwinden vermochte. Er ist der Prototyp des starrköpfigen Zweiflers, der nur das zu begreifen vermag, was er mit eigenen Händen greifen kann. Ein wackliger Kandidat für jeden Glauben, heißt es doch bei Paulus: “Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht.”,

geschweige denn mit dem Finger berührt. Aber auch Paulus weiß, dass sich die Menschen vorzugsweise Gewissheit von dem versprechen, was ihnen durch sinnfälligen Augenschein oder als handgreifliche Tatsache gegeben ist. Dass sinnliche Gewissheit mit Blindheit geschlagen ist, davon spricht seit Platon ebenso die Philosophie.

  • Allein das Auge des Geistes – die Vernunft – sei in der Lage, Einblick in das wahre Wesen der Dinge zu gewinnen.
  • Und dorthin können weder der Sehstrahl eines Auges noch die Spitze eines Zeigefingers gelangen.
  • Dennoch sind, wie der Altphilologe Ludwig Friedländer hervorhebt, Philosophie und Christentum – “.

durch eine Kluft getrennt, über die keine Brücke führt. Der Begriff einer absoluten, auf übernatürlicher Offenbarung beruhenden Wahrheit fehlte ganz, und damit das Verständnis dafür, dass der Glaube und vollends die Unterordnung der Vernunft unter den Glauben eine erlösende und beseligende Kraft haben könnte.” Zweifel am “unvernünftigen” Glauben In diesem Sinne erklärt der spätantike Kirchenvater Tertullian: “Gottes Sohn ist gestorben: das ist glaubhaft, weil es eine Torheit ist.

  • Er ist begraben und wieder auferstanden: das ist ganz sicher, weil es unmöglich ist.” Denn “credo quia absurdum est”, lautet die Wendung, die gleichfalls Tertullian zugeschrieben wird.
  • Ich glaube, gerade weil es unvernünftig ist.” Diese ablehnende Haltung gegenüber der Philosophie und ihrem Streben nach einer vernunftgemäßen Wahrheit wird sich jahrhundertelang durch die Glaubensgeschichte von Christentum und Theologie ziehen.
See also:  Was Sagt Die Bibel Zu Ehebruch?

Aber ebenso hört der Zweifel an diesem “unvernünftigen” Glauben nicht auf, seine Fragen zu stellen. Bohrend wie der Zweifel des ungläubigen Thomas. “Wenn ich nicht an seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, werde ich nimmermehr glauben.” (Johannesevangelium) Dazu der Altphilologe Glenn Most: “Statt ein für alle Mal zu verstummen, werden die Fragen immer wieder laut.

Es ist, als ob der Riss, den Thomas’ hyperbolischer Zweifel im Gewebe des Glaubens verursacht hat, nicht mehr zu schließen, sondern zu einer schmerzhaften unheilbaren Wunde geworden wäre.” Denn von Anfang an steht viel auf dem Spiel. Schließlich übersteigt das christliche Dogma von der Menschwerdung Gottes und der Auferstehung Christi alle Vernunft.

Es ist, wie es bereits bei Paulus heißt, für die Vernunft “eine Torheit”, für die Berufenen aber “Gottes Weisheit”. Sinnliche Gewissheit führt nicht zum Glauben Daher nimmt es nicht Wunder, dass die Gestalt des Zweiflers immer wieder ins Spiel kommt. Als könnte seine Geschichte die Begreifbarkeit des eigentlich Unbegreifbaren befördern.

So lässt der griechische Kirchenvater Johannes Chrysostomos in einer Predigt Thomas sagen: “Ich, Thomas, bin gründlich belehrt worden, dass Christus Herr und Gott ist. Ich habe Christus mit meiner Hand berührt, und ich habe die Wahrheit gefunden: Durch die eigenen Finger habe ich mich vergewissert.” Auch Augustinus räumt den Nutzen der Thomasgeschichte ein, da sie der Lehre von der Auferstehung Christi Anschaulichkeit und Nachdruck verleihe.

Er verneint allerdings die Möglichkeit einer taktilen Glaubensvergewisserung. Wie für Paulus führt auch für ihn kein Weg von der sinnlichen Gewissheit zum Glauben. In seinem Traktat zum Johannesevangelium stellt er daher klar: “Thomas glaubte nicht das, was er sah, sondern er sah das eine und glaubte das andere; er sah nämlich einen Menschen, und er glaubte an Gott.

  1. Er sah und berührte lebendiges Fleisch, das er hatte sterben sehen, und er glaubte an Gott, der in ebendiesem Fleisch verborgen war.” Aber – so hebt der Theologe Jörg Frey hervor: “An der tatsächlichen Berührung haben auch die größten Johannesausleger nicht zu zweifeln gewagt.
  2. Die Auffassung, dass Thomas tatsächlich die Wunden Jesu berührt habe, wurde zum festen Bestandteil der christlichen Orthodoxie.” Blicken wir noch einmal auf Caravaggios “Ungläubigen Thomas”.

Dass dessen Finger lebendiges Fleisch berührt, wer wollte das bezweifeln. Schließlich bietet Caravaggio seine ganze Kunst auf, um dies dem Betrachter mit aller Drastik vor Augen zu führen. Er belässt es jedoch nicht bei der Berührung. Weit schon ist sein Finger in das Innere der Wunde eingedrungen und scheint immer weiter noch eindringen zu wollen.

  • Als suche sich der Ungläubige über das bloße Berühren hinaus, einen Weg hin zu dem zu bahnen, der tief in diesem sterblichen Fleisch verborgen sein soll, um so das Wunder des Glaubens zu erfahren.
  • Bacon, Bruno und die Gegenreformation Als Caravaggio zwischen 1601 und 1603 das Bild malt, hatte bereits eine neue Zeit begonnen.

Die Welt wurde eine andere.1543 hatte der Astronom Kopernikus mit seiner Schrift “Von den Umdrehungen der Himmelskörper” das geozentrische Weltbild des Mittelalters ins Wanken gebracht. Der Philosoph Francis Bacon, der als Begründer des Empirismus gilt, hatte den Weg für die Herrschaft des naturwissenschaftlichen Denkens in der Neuzeit gebahnt.

  1. Der Dominikanermönch Giordano Bruno hatte in Anknüpfung an die antike Naturphilosophie seine pantheistische Kosmos- und Weltenschau entworfen.
  2. Zugleich ist es die Zeit der Gegenreformation, das heißt der Erneuerungsbewegung der katholischen Kirche, die seit Mitte des 16.
  3. Jahrhunderts zunehmend das religiöse und politische Klima in Europa bestimmt.1592 hatte Clemens VIII.

sein Pontifikat angetreten. Ein unbeugsamer Papst, der weder die Wissenschaft noch die Philosophie verschonte. Auf seine Entscheidung hin wird Giordano Bruno nach siebenjähriger Kerkerhaft am 17. Februar 1600 auf dem Campo dei Fiori in Rom als Ketzer verbrannt.

  1. Der Schriftsteller Nino Filastò mutmaßt: “Vielleicht befand sich Caravaggio in der Menschenmenge, die der Hinrichtung beiwohnte.
  2. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat Caravaggio nichts von Giordano Bruno gelesen.
  3. Dennoch ist es möglich, dass dessen Ideen im damaligen Rom auch unter der geistigen Elite im Rom Clemens’ VIII.

kursierten, und so auch in dem einen oder anderen philosophischen Zirkel, dem Caravaggio angehörte.” Inwieweit das zutrifft, wissen wir nicht. Auf jeden Fall lag etwas Neues in der Luft. Auch dieser ketzerische Gedanke Giordano Brunos: “Deus naturaque – Es ist ein und dieselbe Kraft, die man Gott oder Natur nennen kann.” “Deus naturaque” – die Formel verweist fast schon auf die Lehre des niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza.

Bei Giordano Bruno findet sich die Wendung gleich an mehreren Stellen. Sie besagt: Gott existiert nicht als ein jenseitiger Weltenschöpfer außerhalb seiner Schöpfung, sondern Gott hat sich gerade in seiner Schöpfung verwirklicht – in dem natürlichen Universum mit seinen unendlichen möglichen Welten. Eine Annahme mit weitreichenden Konsequenzen – ein frühes Stück “Aufklärung”, wie der Philosoph Hans Blumenberg betont.

Er führt aus: “An dieses Universum hat sich die Gottheit bereits in der Schöpfung voll ausgegeben. Da sie nichts zurückhielt, bleibt ihr gegenüber keinem Wesen dieser Welt etwas nachzuholen. Das Universum hält keinen designierten Ort und kein ausgezeichnetes Substrat für die göttliche Heilstat mehr bereit – für die Inkarnation, für das auf den Menschen zentrierte und das Universum in Miterlösung ziehende Heilsgeschehen.” Historisches Wissen oder absoluter Glaubensanspruch Und damit besteht auch keine Veranlassung mehr für das, was die Evangelien des Neuen Testaments als Dogma verkünden.

Welche Wahrheit aber können dann die Evangelien noch beanspruchen? Welche Gewissheit, die über das hinausgeht, was sie als bloß historische Dokumente an Glaubensvorstellungen ihrer Zeit abbilden? Im 18. Jahrhundert, im Zeitalter der Aufklärung, wird der Dichter und Philosoph Gotthold Ephraim Lessing mit ebendiesen Fragen auf die Kluft hinweisen, die zwischen historischem Wissen und absolutem Glaubensanspruch liegt – auf den Graben, den auch die Vernunft nicht zu überbrücken vermag.

So schreibt Lessing: “Man sagt freilich: der Christus hat es selbst gesagt, dass er vom Tode erstanden, dass Gott einen Sohn gleichen Wesens habe, dass Er dieser Sohn sei. Das wäre ganz gut! Wenn nur nicht, dass dieses Christus gesagt, gleichfalls nicht mehr als historisch gewiss wäre.

Das, das ist der garstige breite Graben, über den ich nicht kommen kann, so oft und ernstlich ich auch den Sprung versucht habe.” Womöglich ist in Caravaggios “Ungläubigem Thomas”, ist in dessen penetrantem Zweifel, bereits etwas von einem solch “garstigen breiten Graben” zu spüren, über den der Ungläubige “nicht kommen kann”.

Schon gar nicht mit seinem weit ausgestreckten Zeigefinger, der nach einem hieb- und stichfesten Beweis für den Glauben zu suchen scheint. Denn nicht nur führt kein Weg von der sinnlichen Gewissheit zum Glauben, ebenso wenig wird man auf dem Weg – griechisch “méthodos” – empirisch wissenschaftlicher Vorgehensweise dorthin gelangen.

Unberührt von all dem erscheint Jesus. Voll Nachsicht für die Schwierigkeiten der Menschen auf ihrem Weg, ihm zu folgen. Er hat Thomas’ Hand umfasst und führt sie selbst an seine Wunde. Wohlwissend, dass sich die unvergängliche Wahrheit seiner Lehre nur über seinen sterblichen Leib erschließt. Dazu der Literaturwissenschaftler Mario Dal Bello: “Heilige und menschliche Geschichte fallen – wie so oft bei Caravaggio – auch hier zusammen.

Er vertieft sich in die Erforschung menschlicher Empfindsamkeiten, und es gelingt ihm sogar, die Emotionen des Auferstandenen zu erfassen.” Caravaggios Gemälde – ein Bekenntnis zur Gegenreformation? Vermutlich hat man deshalb Caravaggios “Ungläubigen Thomas” häufig als ein Bekenntnis zur Gegenreformation gedeutet.

  • Im Unterschied zu den Reformatoren legte die katholische Erneuerungsbewegung wieder großen Wert auf die bildhafte Anschaulichkeit der biblischen Erzählungen.
  • Nicht zuletzt auf die Wundertaten Jesu sowie auf körperliche und seelische Einfühlung als Mittel und Weg zum Glauben – auf Einfühlung vor allem in die Passion.

Am 23. März 1584 hält der Erzbischof von Mailand Karl Borromäus, ein überzeugter Vertreter der Gegenreformation, im dortigen Dom eine glühende Predigt: “Es muss uns so tief ergreifen, dass wir all die Folterqualen, die der Herr in seinem Fleisch erduldet hat, in unserem eigenen Fleisch verspüren, dass diese Wunden in unserm Innern neu erstehen.

“Streck deinen Finger aus”, sprach er namentlich zu Thomas. Denn es ist sein Wunsch, dass wir in seine Wunden eindringen und in ihnen lesen, was drinnen geschrieben steht.” Mailand ist auch die Geburtsstadt Caravaggios, der zu diesem Zeitpunkt knapp dreizehn Jahre alt ist. Wie stark das Klima der Gegenreformation den späteren Maler und sein Werk geprägt hat – auch das lässt sich nicht genau sagen.

Was wir aber sehen, ist sein Bild. Wir sehen den ungläubigen Jünger mit den weit aufgerissenen Augen und den hochgezogenen Stirnfalten. Sehen dessen Zweifel, der nicht aufhören kann, immer weiter zu fragen und zu bohren. Und wir sehen Jesus. Keinen verklärten Gott, sondern den Menschen.

  • Einen “maßgebenden Menschen”, wie der Philosoph Karl Jaspers Jesus genannt hat.
  • Maßgebend durch seine Lebenswirklichkeit sowie durch seine “Leidensfähigkeit und Leidenswahrhaftigkeit”.
  • Diese Realität Jesu wurde überlagert.
  • Jesus wurde in Christus den Gottmenschen verwandelt, aus seiner menschlichen Wirklichkeit in einen Gegenstand des Glaubens”, fährt Jaspers fort.

Und dieser Glaube, das “credo quia absurdum est”, “ich glaube, gerade weil es absurd, weil es unvernünftig ist”, bindet an ein Dogma. Das heißt, bindet an ein absolutes Fürwahrhalten, wie es in den Evangelien kanonisiert und als glaubensverbindlich festgeschrieben wurde.

  1. Für die Philosophie jedoch, so Jaspers weiter – “.
  2. Ist der Gottmensch eine in die Irre führende Absurdität.” Vielleicht deutet Thomas’ Zweifel sogar auf diesen Zerreißpunkt im Gewebe des Glaubens.
  3. Jedenfalls sehen wir bei Caravaggio keinen Thomas, an dem sich das Wunder des Glaubens vollzieht.
  4. Stattdessen bringt Caravaggio in seinem Bild jene Maßgeblichkeit zum Ausdruck, die in der historischen Gestalt Jesu zu einer geschichtlich singulären Wirklichkeit geworden ist.
See also:  Wann Übersetzte Luther Die Bibel?

Hell und zum Greifen nah ist seine Wunde. Im Halbschatten hingegen liegt sein Gesicht, liegt das zwischen Geduld, Ergebenheit, Nachsicht und Gewissheit changierende Mienenspiel Jesu. Als sammle sich dort das eigentlich Unbegreifbare seiner menschlichen Existenz.

Wer ist in der Bibel auferstanden?

Die Auferstehung oder Auferweckung Jesu Christi ist für Christen Urgrund ihres Glaubens. Nach der Verkündigung des Neuen Testaments (NT) wurde Jesus Christus, Sohn Gottes, am dritten Tag seit seiner Kreuzigung von den Toten erweckt und erschien seinen Jüngern in leiblicher Gestalt.

  • Das NT beschreibt den Vorgang der Auferstehung nicht, sondern setzt ihn als von keinem Menschen beobachtete und beeinflusste, alleinige Tat Gottes voraus ( Mk 16,6 EU ).
  • Es bezeugt die Folgen dieser Tat für einige der ersten Jünger und andere Menschen, die den auferstandenen Jesus laut einer sehr frühen Osterzeugenliste gesehen haben ( 1 Kor 15,5–8 EU ).

Auf diesem Zeugnis beruht der Glaube des Urchristentums an die Messianität Jesu Christi und an die Rettung derer, die seinen Namen bekennen, zum ewigen Leben : „ denn wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus – und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden.” Das Christentum feiert Jesu Auferstehung jedes Jahr zu Ostern, dem wichtigsten christlichen Fest.

Hat Gott Maria geschwängert?

Reformatorische Kirchen – Die Reformatoren Martin Luther, Jean Calvin und Ulrich Zwingli übernahmen die altkirchliche Lehre von der Jungfrauengeburt. Luther wies den Vorwurf katholischer Gegner, dass er sie leugne, 1523 in seiner Schrift Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei zurück.

  1. Mit der Bibel begründete er sowohl Jesu übernatürliche Empfängnis als auch seine Abstammung von Abraham, also sein Judentum.
  2. Alma in Jes 7,14 sei mit „Jungfrau” zu übersetzen und kündige die Geburt Jesu von einer Jungfrau an.
  3. Marias Verehrung als immerwährende Jungfrau dagegen sei Götzendienst.
  4. Diese Lehre sei unwichtig für den Glauben an die Menschwerdung des Sohnes Gottes, da die Bibel kein Interesse an der Frage zeige, ob Maria nach Jesu Geburt Jungfrau geblieben sei.

Daher dürfe man daraus keinen Glaubensartikel machen. Bei allen christlichen Glaubensäußerungen sei die Verehrung Christi, nicht primär Marias anzustreben. Die Schmalkaldischen Artikel von 1537 bekräftigten das Apostolikum mit der Aussage, der Sohn Gottes sei „vom heiligen Geist ohn männlich Zutun empfangen und von der reinen, heiligen Jungfrau Maria geporn”; der lateinische Text übernahm auch die immerwährende Jungfräulichkeit ( ex Maria pura, sancta, semper virgine nasceretur ).

Hatte Maria mehrere Kinder?

Biblischer Befund – Erwähnt werden die Geschwister an folgenden Stellen der Bibel:

Matthäus :

In Mt 12,46 bis 50 EU : Ein Fremder sagt zu Jesus, dass draußen seine Mutter und seine Brüder warten und ihn sprechen wollen. Darauf antwortet Jesus, dass seine Mutter und seine Brüder diejenigen seien, die den Willen seines Vaters tun. Es muss darauf hingewiesen werden, dass zunächst der Fremde die Wartenden als die (leibliche) Familie Jesu vorstellt und dass Jesus daraufhin der Charakterisierung „Mutter” und „Brüder” eine andere Bedeutung beimisst. In den Augen des Fremden warteten möglicherweise die tatsächliche Mutter und die tatsächlichen Brüder Jesu auf ihn. Ganz ähnlich wird diese Situation im Lukasevangelium Lk 8,19 EU beschrieben. In Mt 13,55.56 EU : Jesus tritt in Nazareth auf, dort wo seine Familie bekannt ist. Zuhörer empören sich und reden untereinander: „Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas ?”

Markus :

In Mk 3,31 EU : In einem Atemzug ist von der Mutter Maria und den Brüdern die Rede. In Mk 6,3 EU werden Brüder Jesu in einem Atemzug mit seiner Mutter Maria namentlich genannt: Jakobus, Joses, Judas und Simon, Außerdem werden hier auch Schwestern erwähnt. Dies gilt auch für die Parallelstelle bei Mt 13,55f EU Allerdings kommt der in dieser Form ungewöhnliche Vorname „Joses” bei Markus noch zweimal vor: Mk 15,40 LUT und 15,47 LUT, Bei der Kreuzigung und Grablegung wird in der Lutherübersetzung (1984) von „Maria von Magdala und Maria, die Mutter Jakobus’ des Kleinen und des Joses” bzw. von „Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Joses” gesprochen.

Johannes :

Das Johannes-Evangelium berichtet für diesen Personenkreis zum Zeitpunkt der Kreuzigung: „Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.” ( Joh 19,25 EU ). Daran schließt die Stelle an, in der Jesus seine Mutter dem Apostel Johannes anvertraut. Einige meinen, dass dies nach jüdischer Sitte undenkbar wäre, wenn Maria weitere Kinder gehabt hätte.

Weiterhin sind im Johannesevangelium die Stellen 2,12 EU ; 7,3.5.10 EU relevant:

Die erste Stelle spricht nach der Hochzeit von Kana, auf der Maria, Jesus und die Jünger eingeladen waren, davon, dass Jesus gemeinsam mit seinen Brüdern und Jüngern nach Kafarnaum zog. Die zweite Stelle berichtet von einer Auseinandersetzung zwischen Jesus und seinen Brüdern.

Apostelgeschichte 1,14 EU :

In einem Atemzug werden die Apostel, die Frauen, Maria, die Mutter Jesu, und seine Brüder genannt. Allerdings schließt daran unmittelbar der Vers an, der davon spricht, dass Petrus „im Kreis der Brüder – etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen” zur Wahl eines Nachfolgers für Judas Iskariot aufruft und sie dabei mit „Brüder” anspricht.

1. Korinther 9,5 EU :

Es werden in einem Atemzug „die übrigen Apostel”, „die Brüder des Herrn” und „Kephas” genannt.

Galater 1,19 EU :

Paulus berichtet davon, dass er bei seinem ersten Jerusalemaufenthalt nur Petrus gesehen habe, dagegen keinen von den anderen Aposteln, „nur Jakobus, den Bruder des Herrn”.

Zum biblischen Befund gehören auch noch die Stellen Mt 1,25 EU und Lk 2,7 EU, in denen von „Marias erstgeborenem Sohn” die Rede ist. Einige betrachten dies als unsinnig, wenn es nicht auch nachgeborene Söhne Marias gegeben hätte, zumal in Mt 1,25 EU ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Josef bis zur Geburt Jesu keinen geschlechtlichen Verkehr hatte. Zum biblischen Befund gehört nach Auffassung mancher Ausleger auch, dass zumindest ein Bruder Jesu kein leiblicher Bruder Jesu sei. Denn an verschiedenen Stellen wird als Vater von Jakobus Alphäus ( Mt 10,3 EU ), als dessen Mutter Maria Kleophä genannt ( Mt 27,56 EU ; vgl. Gal 1,19 EU ). Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die genannten Jakobi nicht mit dem „Herrnbruder” Jakobus identisch sind, sondern vielmehr die Nennung der Eltern explizit zur Unterscheidung von diesem eingefügt wurde.

Zu seinen „Geschwistern”, ob nun im familiären oder verwandtschaftlichen Sinne, hatte Jesus während seines öffentlichen Wirkens ein eher distanziertes Verhältnis. So nennt Jesus in Abgrenzung zu seinen Verwandten nach Mk 3,35 EU nur solche seine Brüder und Schwestern, die den Willen Gottes tun,

Was schlug der Jünger Jesu einem der Soldaten ab?

Biblisches Ereignis – Malchus arbeitete als Diener bei Kajaphas, dem Hohenpriester Israels, Laut dem Johannesevangelium befand er sich unter den Soldaten und Gerichtsdienern des Sanhedrin, die mit Judas Iskariot entsandt wurden, um Jesus im Garten Getsemani zu verhaften.

Vor der Festnahme Jesu habe der Jünger Simon Petrus mit seinem Schwert das rechte Ohr des Malchus abgehauen ( Joh 18,10–11 EU ). Johannes überliefert nichts über das weitere Schicksal des Malchus. Allerdings erwähnt Johannes Malchus indirekt in Bezug auf einen „Verwandten dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte”; dieser erklärt, Petrus mit Jesus im Garten gesehen zu haben – und also Zeuge der Tat zu sein ( Joh 18,26 EU ).

Die Überlieferung vom abgehauenen Ohr findet sich, ohne Namensnennung von Täter und Opfer, auch im Lukasevangelium, Hinzugefügt wird die Schilderung der Heilung des Verletzten durch eine Berührung Jesu ( Lk 22,50–51 EU ) (Weitere Parallelstellen ( Mt 26,51 EU ) und ( Mk 14,47 EU )).

Wann ist Jesus auferstanden von den Toten?

Ostersonntag und Ostermontag – Dieses Bild entstand um 1900 in Frankreich und zeigt die Auferstehung Jesu. Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod. Nach dem Matthäus-Evangelium wälzte ein Engel den Stein, mit dem das Grab Jesu verschlossen war, zur Seite.

Das Grab war leer. Der Engel verkündete, dass Jesus auferstanden sei. Ostern ist das höchste Fest der Christen und das zentrale Ereignis ihrer Religion. Denn die Auferstehung Jesu begründet den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Am Ostermontag begegneten zwei der Jünger ihrem Herrn, so berichtet das Neue Testament.

Sie hatten bis dahin an seiner Auferstehung gezweifelt, verbreiteten die Nachricht nun aber mit Freude.

Wohin gingen zwei Jünger als sie meinte Jesus wurde nicht auferstehen?

Das Evangelium nach Lukas, Kapitel 24 – Die Botschaft der Engel im leeren Grab Lk 24,1 Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Lk 24,2 Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; Lk 24,3 sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.

Lk 24,4 Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Lk 24,5 Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Lk 24,6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Lk 24,7 Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.

Lk 24,8 Da erinnerten sie sich an seine Worte. Lk 24,9 Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Lk 24,10 Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln.

Lk 24,11 Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Lk 24,12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war. Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus Lk 24,13 Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.

See also:  Wie Viel Kapitel Hat Die Bibel?

Lk 24,14 Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Lk 24,15 Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Lk 24,16 Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten.

Lk 24,17 Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, Lk 24,18 und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Lk 24,19 Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret.

Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Lk 24,20 Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Lk 24,21 Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde.

  • Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.
  • Lk 24,22 Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt.
  • Sie waren in der Frühe beim Grab, Lk 24,23 fanden aber seinen Leichnam nicht.
  • Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe.

Lk 24,24 Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Lk 24,25 Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.

  • Lk 24,26 Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Lk 24,27 Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
  • Lk 24,28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren.
  • Jesus tat, als wolle er weitergehen, Lk 24,29 aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.

Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Lk 24,30 Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Lk 24,31 Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.

  1. Lk 24,32 Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? Lk 24,33 Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt.
  2. Lk 24,34 Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.

Lk 24,35 Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Die Erscheinung des Auferstandenen in Jerusalem Lk 24,36 Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Lk 24,37 Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.

  1. Lk 24,38 Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Lk 24,39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst.
  2. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.
  3. Lk 24,40 Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.

Lk 24,41 Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Lk 24,42 Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; Lk 24,43 er nahm es und aß es vor ihren Augen. Lk 24,44 Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.

Lk 24,45 Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Lk 24,46 Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, Lk 24,47 und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.

Lk 24,48 Ihr seid Zeugen dafür. Lk 24,49 Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet. Lk 24,50 Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie.

Wann beginnt die Auferstehung?

Ostersonntag und Ostermontag – Dieses Bild entstand um 1900 in Frankreich und zeigt die Auferstehung Jesu. Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod. Nach dem Matthäus-Evangelium wälzte ein Engel den Stein, mit dem das Grab Jesu verschlossen war, zur Seite.

  • Das Grab war leer.
  • Der Engel verkündete, dass Jesus auferstanden sei.
  • Ostern ist das höchste Fest der Christen und das zentrale Ereignis ihrer Religion.
  • Denn die Auferstehung Jesu begründet den Glauben an ein Leben nach dem Tod.
  • Am Ostermontag begegneten zwei der Jünger ihrem Herrn, so berichtet das Neue Testament.

Sie hatten bis dahin an seiner Auferstehung gezweifelt, verbreiteten die Nachricht nun aber mit Freude.

Wer hat die Nägel für Jesus gemacht?

Geschichte – Der Legende nach wurde Jesus Christus mit den Heiligen Nägeln an das Kreuz geschlagen. Nach der Kreuzabnahme sollen die Nägel zusammen mit dem Kreuz vergraben worden sein. Die Auffindung der Heiligen Nägel ist durch Aufzeichnungen Bischofs Gelasius von Caesarea und Rufinus von Aquileia überliefert.

Demnach ließ Helena, die Mutter von Konstantin dem Großen, im Heiligen Land nach Gegenständen suchen, die mit dem Leiden und Sterben Christi in direktem Zusammenhang standen. Zusammen mit dem Heiligen Kreuz sollen auch die Nägel im Jahre 325 gefunden worden sein und durch ein Lichtwunder im Beisein Helenas und des historisch nicht nachweisbaren Bischofs Judas Cyriacus von Jerusalem identifiziert worden sein.

Helena sandte die Nägel zusammen mit einem Teil des Kreuzes an ihren Sohn Konstantin den Großen, Einen der Nägel ließ er in seine Eiserne Krone einarbeiten, die übrigen in die Zügel seines Zaumzeugs. Später gingen die Heiligen Nägel durch Schenkungen an andere Besitzer über.

Insgesamt erheben 29 bis 34 Stätten Anspruch auf den Besitz Heiliger Nägel. Ein Teil dieser Nägel könnte von der Holzkonstruktion des Kreuzes selbst stammen, wie der Fußbank, dem Sitzpflock, oder dem Titulus crucis INRI-Tafel, Ein weiterer Teil der Heiligen Nägel sind vermutlich Berührungsreliquien, also hinzugefügte Nägel, die einen der Heiligen Nägel Christi berührt hatten.

Unter anderen ließ Bischof Karl Borromäus von Mailand acht Nägel nach dem Mailänder Nagel anfertigen und verteilen. Ein weiterer Grund für die große Zahl Heiliger Nägel ist, dass sie möglicherweise nicht vom Kreuz Christi stammten, sondern aus der Leidensgeschichte anderer Märtyrer und dass teilweise die Nägel zerteilt wurden und selbst winzige Feilspäne der Heiligen Nägel verehrt und in Reliquien oder Reliquiare eingearbeitet wurden.

Was passiert bei der Auferstehung?

Tod und Sterben im Christentum: Glaube an die Auferstehung Artikel bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 3.6526 von 5 bei 308 abgegebenen Stimmen. Die Evangelisten berichten vom leeren Grab und von den Menschen, die dem Auferstandenen begegnet sind. Die Auferstehung Jesu basiert also auf den Zeugnissen in der Bibel und den Glauben daran. Deshalb dürfen die historischen Berichte der Männer und Frauen, die Jesus gesehen haben, und der Glaube an die Auferstehung nicht voneinander getrennt werden.

  1. Im Glauben wissen wir: hier ist etwas wirklich passiert.
  2. Jesus ist wahrhaft von den Toten auferstanden.
  3. Das ist nicht nur historisch.
  4. Ohne, dass es Spuren in Raum und Zeit hinterlassen hätte, wäre es nicht geschehen.” Thomas Söding, Professor für Neues Testament in Bochum Die moderne Theologie ist der Überzeugung, dass der Mensch im Augenblick des Übergangs vom Leben zum Tod, Gott begegnet.

In dieser Begegnung erhält er Anteil an seiner göttlichen Lebensmacht. Auch Jesus ist als Mensch nicht aus eigener Kraft auferstanden. Er wurde auferweckt mit der göttlichen Kraft des Geistes. Und genau so werden wir Menschen auferweckt werden. Der Satz im Glaubensbekenntnis “zu richten die Lebenden und die Toten” hat bei den Gläubigen viele Ängste ausgelöst.

Er wurde lange dazu missbraucht, Menschen zu einem bestimmten Lebensstil zu erziehen. “Gemeint ist aber damit eigentlich, dass Gott die Welt wieder richtig macht. Wir spüren, wie fern wir von Gott sind, wie unheil, gewaltbereit, egoistisch. Das ist nicht das, was unser innerstes Wesen ausmacht und wie wir eigentlich sein könnten und möchten.

Wir haben die Hoffnung, dass in der richtenden Begegnung mit Gott und Jesus Christus, der ganz Ja zu uns sagt, es möglich ist, dass wir wieder richtig und heil werden. Jeder Einzelne persönlich. Aber auch die Welt, mit Gewalt, unrechter Verteilung der Lebensmittel, mit Zerstörung der Schöpfung.

  1. Das ist Gericht.” Petra Kurten, Professorin für Dogmatik in Eichstätt Die christliche Vorstellung von Auferstehung ist, dass Körper und Geist, Leib und Seele in irgendeiner Form nach dem Tod miteinander verbunden bleiben.
  2. Diese Untrennbarkeit ist in der Schöpfung begründet: Gott hat den Menschen erschaffen als sein Ebenbild, mit seinem Leib, mit seiner Seele und mit seinem Geist.

Die Hoffnung der christlichen Auferstehung ist, dass diese Beziehungen auch über den Tod hinaus eine Zukunft haben. Diese Hoffnung begründet sich in der Auferstehung Jesu. Im Neuen Testament wird an verschiedenen Stellen beschrieben, dass der Auferstandene für seine Jünger wiedererkennbar derselbe ist, aber eben auch ganz anders.

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